Luxus-Notebook: Asus U1F

Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Das Asus U1F ist ein wahres Luxusschätzchen: schwarzer Klavierlackdeckel, Lederbezug und federleicht. Bei solche geballter Schönheit drängt sich natürlich sofort die Frage auf: Wie steht's um die inneren Werte?

Verarbeitung: Das Asus U1F besitzt ein sehr stabiles Gehäuse. Der Displaydeckel ist in schwarzer Klavierlackoptik ausgeführt – um den edlen Anblick zu erhalten, sollten Sie ihn regelmäßig mit dem Putztuch reinigen, das Asus praktischerweise beilegt. Die Handballenauflage überzieht Asus mit Leder. Durch das LED-Backlight ist das Display des Asus U1F mit 0,6 Zentimeter deutlich dünner als bei Notebooks, in denen die gewohnten Kaltkathoden-Fluoreszenzlampen für das Hintergrundlicht sorgen. Dennoch macht auch der Displaydeckel einen stabilen Eindruck.

Geschwindigkeit: Der Core Duo U2400 ist derzeit Intels stromsparendster Prozessor. Er arbeitet mit dem Yonah-Kern, der im ersten mobilen Doppelkerner Core Duo steckte, verbraucht aber dank der niedrigen Spannung und der geringen Taktrate (1,067 GHz) nur maximal neun Watt. Bei Doppelkern-optimierten Anwendungen kann er mit deutlich schneller getakteten Einkern-Prozessoren mithalten. Insgesamt bremst vor allem die langsame Festplatte das Asus U1F.

Mobilität: Asus stattet das U1F mit zwei Akkus aus. Damit schafft das Sub-Notebook insgesamt fast sieben Stunden: 2:19 Stunden mit dem 3-Zellen-, rund das Doppelte mit dem 6-Zellen-Akku. Der Stromverbrauch kann sich mit knapp 11 Watt sehen lassen, auch wenn er durch Windows Vista um ein bis zwei Watt höher ausfällt als unter XP. Mit dem großen Akku wiegt das Asus U1F übrigens 1,24, mit dem kleinen 1,08 Kilogramm – federleicht.

Ausstattung: In das kleine, feine und leichte Sub-Notebook passte kein optisches Laufwerk. Deshalb liefert Asus einen externen DVD-Brenner im passenden schwarzen Gehäuse mit (Gewicht: 400 Gramm), der sich am Asus U1F an einen speziellen USB-Port mit zusätzlicher Stromversorgung anschließen lässt. Mit Tragetasche und Bluetooth-Maus fällt auch der sonstige Lieferumfang üppig aus. Selbst bei den Schnittstellen verzichtet Asus beim U1F auf die Sub-Notebook-üblichen Kompromisse: Unter anderem finden sich vier USB-Ports, Firewire-Buchse, Kartenleser, Fingerprint-Scanner und Web-Cam.

Ergonomie: Das 11-Zoll kleine Display löst 1366 x768 Bildpunkte auf – das fordert scharfe Augen und kann bei längerer Bildschirmarbeit ermüden. Ohnehin bietet das spiegelnde Display des Asus U1F keine idealen ergonomischen Bedingungen. Dafür glänzt es dank eines satten Schwarz mit einem sehr hohen Kontrast und einer hohen Leuchtdichte, die sogar den Einsatz unter freiem Himmel zulässt. Auch die leuchtenden Farben gefielen. Störend, da schon mit bloßem Auge erkennbar, war die schlechte Helligkeitsverteilung: Die Leuchtdichte lag im unteren Displaybereich um fast 40 Prozent niedriger als oben.
Handhabung: Romane sollten Sie auf dem Asus U1F nicht schreiben. Gegenüber einer Standard-Tastatur sind die Tasten kleiner und teilweise anders angeordnet – die rechte Shift-Taste liegt beispielsweise ganz außen neben dem Cursor-Block. Außerdem bietet das Gehäuse des Asus U1F zur Ablage der Hände zu wenig Platz – allerdings ist das Notebook nur 1,5 Zentimeter flach, so dass man die Hände auf dem Schreibtisch auflegen und trotzdem noch bequem tippen kann.

Foto: PC-Welt

Fazit:In der Chefetage, in der Werbeagentur und überall, wo man besonderes Design schätzt, ist das Asus U1F gut aufgehoben. Doch das Sub-Notebook ist nicht nur schön und leicht, sondern glänzt auch mit guter Ausstattung.