Probleme mit kleinen Datenmengen vermeiden

Little Data statt Big Data - das müssen sie beachten

25.08.2015
Von Lawrence Garvin und Thomas LaRock
Ist Big Data schon wieder out? Immer mehr Unternehmen und Experten geben "Little Data" den Vorzug, also geringen Datenmengen, die auf eine bestimmte Person, ein bestimmtes Unternehmen oder ein bestimmtes Gerät beschränkt sind. Wir erörtern, was Sie dabei beachten müssen.

Es gibt die Meinung, dass damit die persönliche Produktivität schnell gesteigert werden kann. Andere wiederum glauben, dass sie dieselben Erkenntnisse wie große Datenmengen liefern, jedoch in geringerem Umfang (oder "gezielter", falls Sie ein Optimist sind). Beide Gruppen haben - bis zu einem gewissen Grad - Recht.

Foto: Chromatika Multimedia snc, Shutterstock.com

Beide Standpunkte lassen die Tatsache unberücksichtigt, dass kleine Datenmengen Bestandteil großer Datenmengen sind, nicht das Gegenteil davon. Dies bedeutet, dass die Leitsätze für den intelligenten, effizienten Umgang mit großen Datenmengen - Automatisierung, klare Unternehmensziele und die untrennbar miteinander verbundenen Aspekte des Datenschutzes und der Sicherheit - auch für Little Data gelten. Tatsächlich erfassen bereits viele Personen und Unternehmen kleine Datenmengen. Es stellt sich jedoch die Frage, ob und warum sie das tun sollten.

Netzwerk- und Datenanalyse gehört zum Standard

Die Daten, die wir zum Überwachen der Leistung und Produktivität benötigen, stehen uns in den meisten Fällen bereits zur Verfügung. Angenommen, Sie sind im Vertrieb tätig und möchten feststellen, wie effizient Ihre "Cold-Call-Routine" ist. Wie bei einer Strategie für große Datenmengen würden Sie eine Hypothese aufstellen (zum Beispiel dass die angerufenen Personen Ihnen vielleicht zu bestimmten Tageszeiten länger zuhören) und feststellen, welche Daten dies belegen beziehungsweise widerlegen (die durchschnittliche Anrufdauer für unterschiedliche Uhrzeiten).

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Im Gegensatz zu großen Datenmengen sind diese Informationen jedoch leicht zugänglich. Denn viele Unternehmen setzten Netzwerkanalyse-Tools ein, die zum Beispiel den Netzwerk-Traffic oder den VoiP-Datenverkehr und die Leistung der Übertragungsstrecken nachverfolgen können.

Digital Leader aufgepasst! - Foto: IDG

Digital Leader aufgepasst!

Diese "Plattformen" für kleine Datenmengen sind in das gesamte durchschnittliche Unternehmens-IT-Setup eingebettet. Wenn Sie die Zeiten mit der höchsten Wahrscheinlichkeit für Verzögerungen nachverfolgen möchten, kann ein Network Traffic Analyser feststellen, welche Apps Sie zu den unterschiedlichen Tageszeiten verwenden. Mit einem User Device Tracker können Sie ermitteln, wie oft Sie während einer dieser ungemein spannenden Montagsbesprechungen nach neuen Nachrichten auf Ihrem Telefon sehen. Die Informationen sind also vorhanden. Es geht lediglich darum, wie und warum Sie diese Informationen analysieren.