Alternative Fernstudium

Lernen neben dem Beruf

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
Trotz Wirtschaftskrise sind Fachkräfte für die IT gesucht - auch Quereinsteiger haben Chancen. Qualifikationen lassen sich per Fernstudium flexibel erwerben.

Vollzeitjob und Studium sind oft schwer miteinander kombinierbar. Anders bei Daniela Amistadi: Die 33-Jährige ist IT-Freiberuflerin. Sie versorgt Unternehmen mit individuell zugeschnittenen Softwarepaketen. Nebenher studiert sie im dritten Semester angewandte Informatik (Bachelor) an der Wilhelm-Büchner-Hochschule - per Fernstudium. Zwischen zwölf und 15 Wochenstunden investiert sie in ihr Studium, zumeist abends nach der Arbeit. In den IT-Beruf ist sie eher zufällig geraten: "Nach meiner Ausbildung zur Industriekauffrau war ich als Sachbearbeiterin tätig", erzählt Amistadi. "Mehr und mehr übernahm ich dann Verantwortung für die IT in meinem Unternehmen." Das meiste IT-Wissen brachte sich die Quereinsteigerin selbst bei. Seit 2002 ist sie selbständig.

Daniela Amistadi: 'Ein Fernstudium lässt sich flexibel mit der Arbeit kombinieren.'
Daniela Amistadi: 'Ein Fernstudium lässt sich flexibel mit der Arbeit kombinieren.'

Das Fernstudium hat Amistadi aufgenommen, um ihr technisches Wissen zu erweitern: "Besonders gefällt mir, dass es sich flexibel mit den Arbeitszeiten kombinieren lässt - ein Präsenzstudium wäre für mich unmöglich gewesen." Bei der Auswahl des Anbieters war ihr daher besonders wichtig, dass es nicht zu viele Präsenztermine gibt - denn jeder Arbeitsausfall kostet Geld. "Gut ist, dass mein Studium sehr breit angelegt ist: Neben Programmierung und Datenmodellierung werden auch Führungs- und Personal-Management-Themen behandelt", so Amistadi.

Keine Angst vor Mathe

Für ihre Entscheidung hat sie mehrere Anbieter miteinander verglichen. Bei Fernstudium-Infos.de befragte sie die Teilnehmer des Forums zu ihren Erfahrungen mit den verschiedenen Hochschulen und Studiengängen. Von den interessantesten Hochschulen ließ sie sich Informationsmaterial zuschicken. Mit ihrer Fernhochschule ist sie zufrieden: "Die Klausurtermine sind flexibel, die Tutoren sind immer ansprechbar - nur die Benotung dauert leider recht lang." Pro Quartal erhält die Informatikstudentin zehn bis 15 Hefte zu den unterschiedlichen Modulen.

"Auf dem Online-Campus kann ich mich gut mit meinen Kommilitonen austauschen", berichtet Amistadi. Sie hat ein Netz von Kommilitonen, mit denen sie über ICQ und E-Mails in regem Kontakt steht. Ein wichtiger Motivationsfaktor: Die Kommilitonen sind im Studium meist schon etwas weiter. Um den Anschluss nicht zu verlieren, nimmt sich Amistadi drei bis vier Klausuren pro Semester vor. Ihr Tipp für alle, die sich für ein IT-Fernstudium interessieren: "Keine Angst vor Mathe! Es ist durchaus zu bewältigen."

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