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Lenovos internationale Expansion kommt nicht genug voran

09.11.2006
Der chinesische PC-Hersteller hat im zweiten Fiskalquartal (Ende: 30. September) 16 Prozent weniger verdient als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Der drittgrößte PC-Bauer weltweit ist zwar auf dem heimischen Markt bärenstark, hat aber nach der Übernahme der PC-Sparte von IBM Probleme, seine Marke zu globalisieren. Analysten gehen davon aus, dass dies auf absehbare Zeit so bleibt. Dazu kommt noch der andauernde Wettbewerb mit den größeren Rivalen Dell und Hewlett-Packard.

Lenovo, das zu der Handvoll chinesischer Unternehmen gehört, die eine weltweite Marke aufbauen wollen, wies für das zweite Quartal einen Gewinn von 38,1 Millionen Dollar aus nach 45,2 Millionen Dollar in der Vorjahreszeit. Das Ergebnis lag unter der Erwartung der von Reuters Estimates befragten Analysten von 43,08 Millionen Dollar. Im Hang-Seng-Index der Börse Hong Kong war die Lenovo Aktie bis August der schlechteste Performer, sie erholte sich dann nach unerwartet guten Zahlen für das erste Quartal.

Lenovo steigerte seinen Umsatz im ersten Fiskalhalbjahr auf 7,2 Milliarden Dollar nach 6,2 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen beherrscht ein Drittel des chinesischen PC-Markts (dieser ist nach den USA der zweitgrößte weltweit), kommt weltweit aber nur auf etwa acht Prozent und liegt damit abgeschlagen hinter Dell und HP. Der gesamte PC-Markt leidet gegenwärtig unter wachsenden Lagerbeständen und der Verspätung von Windows Vista – IDC erwartet für dieses Jahre nur 10,5 Prozent Wachstum nach 16 Prozent für 2005. (tc)