Eine Woche CeBIT – unsere Redakteure ziehen Bilanz

Kleiner und ruhiger – dafür mehr Zeit für Business-Talk

Jürgen Hill ist Teamleiter Technologie. Thematisch ist der studierte Diplom-Journalist und Informatiker im Bereich Communications mit all seinen Facetten zuhause. 
Malte Jeschke war bis März 2016 Leitender Redakteur bei TecChannel. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich intensiv mit professionellen Drucklösungen und deren Einbindung in Netzwerke. Daneben gehört seit Anbeginn sein Interesse mobilen Rechnern und Windows-Betriebssystemen. Dank kaufmännischer Herkunft sind ihm Unternehmensanwendungen nicht fremd. Vor dem Start seiner journalistischen Laufbahn realisierte er unter anderem für Großunternehmen IT-Projekte.
Christian Vilsbeck war viele Jahre lang als Senior Editor bei TecChannel tätig. Der Dipl.-Ing. (FH) der Elektrotechnik, Fachrichtung Mikroelektronik, blickt auf langjährige Erfahrungen im Umgang mit Mikroprozessoren zurück.
Bernhard Haluschak ist als Redakteur bei der IDG Business Media GmbH tätig. Der Dipl. Ing. FH der Elektrotechnik / Informationsverarbeitung blickt auf langjährige Erfahrungen im Server-, Storage- und Netzwerk-Umfeld und im Bereich neuer Technologien zurück. Vor seiner Fachredakteurslaufbahn arbeitete er in Entwicklungslabors, in der Qualitätssicherung sowie als Laboringenieur in namhaften Unternehmen.
Eine Woche lang war die CeBIT in Hannover der Dreh- und Angelpunkt der Business-IT. Unsere Redakteure ziehen ihre persönliche Messebilanz.

Jürgen Hill, Teamleiter Technologie: Hört endlich mit den deutschen Buzzwords auf

Jürgen Hill, Teamleiter Technologie
Jürgen Hill, Teamleiter Technologie

Ich kann das übliche CeBIT-Bashing nicht mehr hören. Ja, die Messe hat Fehler, aber der Standort Deutschland braucht die CeBIT unbedingt weiterhin, wenn er im globalen IKT-Markt noch wahrgenommen werden will. Und dabei ist es egal, ob jetzt 150.000 oder 200.000 Besucher ihren Weg nach Hannover fanden. Wichtiger wäre eher die Überlegung, ob die CeBIT jedes Jahr neue Buzz-Wörter erfinden muss, die außerhalb Deutschlands niemand kennt - wie etwa D!CONOMY. Sorry liebe CeBIT, alle Welt redet von Digitalisierung oder Digitalization, aber nicht von D!CONOMY. Gerade bei Besuchern und Ausstellern aus dem amerikanischen und asiatischen Raum stößt dies auf Unverständnis.

Über den Fakt, dass die CeBIT im Vergleich zur CES in Las Vegas und zum MWC in Barcelona keine Neuheiten- und Trend-Messe mehr ist, kann man sicherlich nächtelang bei einem Glas Hannoveraner Gilde-Bier philosophieren. Die einen werden es bedauern, andere wiederum dürften es begrüßen - denn es entschleunigt die CeBIT. Statt Neuheiten hinterher zu rennen, bleibt an den Ständen wieder Zeit, um in Fachgesprächen nach Lösungen für die Business-Probleme zu suchen. Und dies ist denn auch vielleicht die zentrale Botschaft der CeBIT 2015: Keine Investment ohne Business-Case, ganz egal, ob es sich um Software, Hardware oder Communication/Netzwerk dreht.

Foto: QSO4YOU.com

Die Geschichte(n) der CeBIT - eine multimediale Reise