Jajah spielt Werbespots statt Freizeichen

05.11.2007
Der webbasierte Callback-Anbieter Jajah will das Freizeichen vor seinen Telefonaten durch Werbespots ersetzen. Bevor die Kunden den Service nutzen können, müssen sie der Reklame zustimmen. Anschließend bekommen sie Telefonminuten fürs Hören der zehn bis 15 Sekunden langen Spots gutgeschrieben.

Der webbasierte Callback-Anbieter Jajah will das Freizeichen vor seinen Telefonaten jetzt durch Werbespots ersetzen. Die Kunden müssen vorher einwilligen und bekommen dann Telefonminuten fürs Hören der zehn bis 15 Sekunden langen Reklame gutgeschrieben. "Bis zur Hälfte der Werbeeinnahmen erhält der Telefonkunde als Gutschrift auf seiner Rechnung", sagt Jajah-Mitgründer Daniel Mattes. "Die andere Hälfte teilen wir uns mit der Telefongesellschaft." Das neue System funktioniert mit normalen Telefonen und mit Handys. Nachdem der Anrufer auf einer Internet-Seite oder im Handy seine eigene Nummer sowie den Anschluss seines Gesprächspartners eingegeben hat, baut der Jajah-Server eine Verbindung zu beiden Teilnehmern auf und verbindet sie. Bis der Gesprächspartner antwortet, wird Werbung gespielt, aber das laufende Gespräch wird nicht durch Reklame unterbrochen.

Screenshot: AMB | JaJah - auf dem PC

Wenn das Jajah-Telefonat am PC gestartet wird, sollen ähnlich wie beim Konkurrenten Peterzahlt.de passende Werbebanner auf dem Bildschirm eingeblendet werden. Bei einem Handy kann zusätzlich eine SMS mit einer Marketing-Botschaft gesendet werden. Einige große Markenartikelunternehmen sollen bereits interessiert sein, so dass die Gründer sich jetzt schon die Hände wegen der erwarteten Einnahmen reiben. "Das Telefon ist nach dem Internet das am häufigsten genutzte Medium unserer Zeit - weit vor TV, Print oder Radio", sagt Jajah-Mitgründer Roman Scharf. "In den Werbeetats der Wirtschaft kommt das Telefon nicht vor, da es keine Plattform gibt, die Werbung und Telefonie auf einen gemeinsamen Nenner bringt. Ab heute eröffnen wir den Werbetreibenden ein gigantisches neues Medium."

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