Managed Services

Infosys verwaltet künftig die interne IT von Microsoft

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Microsoft lagert die Verwaltung seiner internen IT zu großen Teilen an den indischen Software- und Dienstleistungskonzern Infosys aus.

Der Managed-Services-Deal umfasst Help Desk, Desk-Side-Services sowie Infrastruktur- und Anwendungs-Support an 450 Microsoft-Standorten in 104 Ländern der Welt. Infosys soll einer Pressemitteilung zufolge Implementierungsprozesse optimieren sowie Service und Support vereinfachen und gleichzeitig für den Redmonder Konzern durch die Nutzung aktuellster Lösungen wie Windows 7 die Kosten reduzieren.

Infosys richtet für den neuen Großkunden ein dediziertes Service Excellence Office ein, um Microsoft bei der Einführung von ISO-20.000 und ITSM-Prozessen zu helfen. Für den Desk-Side-Support und Service Desk haben die Inder dazu außerdem eine Kooperation mit Unisys geschlossen, das offenbar über eine besonders polyglotte Service-Mannschaft verfügt. Finanzielle Details des Abschlusses wurden nicht veröffentlicht.

Steve Lohr bei der "New York" Times fragt sich angesichts der Meldung, ob Microsoft seine eigene Technik nicht selbst zum Laufen bringt (so wie zum Beispiel HP oder IBM) und was der Deal für Microsofts eigene künftige Services-Strategie bedeuten könnte. Er kommt dabei zu dem Schluss, dass Microsoft sich entweder nicht stärker bei Services engagieren will - oder Infosys als Übernahmekandidaten auf den Prüfstand stellt.

Infosys hat übrigens auch seine Zahlen zum Ende März abgeschlossenen vierten Quartal vorgelegt. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 15,6 Prozent auf 1,296 Milliarden Dollar, der Nettogewinn nach Steuern stieg gegenüber der vergleichbaren Vorjahreszeit um 8,7 Prozent auf 349 Millionen Dollar.