Bilanzierung

IFRS 15 im Überblick

17.11.2014
Von Stefan Gros

Umgang mit Mehrkomponentenverträge

Die Neuregelung des IFRS 15 zur Umsatzrealisation wird einige Veränderungen für die bilanzierenden Unternehmen mit sich bringen. Diese sind im Wesentlichen durch Neuerung der Umsatzrealisation auf Grundlage des Kontrollübergangs begründet.

Die Auswirkungen der Veränderung und der Aufwand zur Implementierung des Standards wird von dem jeweiligen Geschäftsmodell abhängig sein. Unabhängig davon stehen Finanzvorstände vor der Aufgabe das eigene Unternehmen zu durchleuchten, um alle notwendigen Informationen bezüglich IFRS 15 zu erlangen. Dies beinhaltet im Speziellen die Rechnungslegungssysteme und IT-Systeme. Es wird ratsam sein ein internes System aufzubauen um die Umsatzprozesse genau zu analysieren. Es sollten zudem alle umsatzrelevanten Verträge analysiert werden, da kleine Unterschiede in den Verträgen zu verschiedenen Zeitpunkten der Realisation führen können.

Es ist davon auszugehen, dass durch das neue Modell mehr Güter und Dienstleistungen im Zeitverlauf erfasst werden. Fraglich ist jedoch noch der Umgang mit Mehrkomponentenverträgen, denn hierfür gibt der Standard nur eine geringe Hilfestellung. Nach IFRS 15 muss der Verkaufspreis auf die einzelnen Komponenten verteilt werden. Dies wird im Besonderen für Telekommunikationsunternehmen interessant, da diese oftmals die Hardware an den Tarif koppeln.

Die Vorteile welche der neue Standard mit sich bringt sind, dass Unternehmen mit der Einführung von IFRS 15 ausgeglichenere Umsatzniveaus ausweisen werden und mit einem Einmaleffekt die Möglichkeit erhalten diese auch früher zu realisieren.

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