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IBM will Virtualisierungs-Verwaltung standardisieren

08.07.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM will offenbar eine Initiative starten, um herstellerübergreifende Standards für die Virtualisierung von Rechnern zu etablieren. Eine entsprechende offizielle Ankündigung soll im Lauf der nächsten zwei Wochen erfolgen, berichtet "Computerwire" unter Berufung auf Bill Zeitler, Senior Vice President und Chef von Big Blues Systems and Technology Group.

"Es wird sich ein Set von Standards herausbilden, weil die Leute so etwas wirklich wollen", erklärte Zeitler. "Wir sehen das als kritischen Schritt dazu, dass Anwender in diesem Bereich wirklich weiterkommen. Wenn Sie nur Produkte haben, die mit ihren eigenen Produkten funktionieren, helfen Sie Ihren Kunden nicht wirklich." Wenn sich die Marktführer in einer offenen Art und Weise zusammentäten, dann erhalte man einen De-facto-Standard, so der Manager - hier könnte man heraushören, dass für das Vorhaben nicht unbedingt der Weg über ein Standardisierungsgremium angedacht ist.

Zurzeit gibt es fast überall in der IT-Branche Bestrebungen zur Virtualisierung von Ressourcen - Prozessor- und Software-basierende bei Servern und Desktops sowie auch die Virtualisierung von Speicher und Netzen. IBM bietet bei Rechnern seine eigene Hardware-Virtualisierung auf Prozessorebene, Intel und AMD arbeiten gleichfalls an solchen Techniken ("VT", "Pacifica").

Von EMC/VMware, SWSoft und Microsoft gibt es Virtual-Machine-Technik für Desktops und Server, dazu gesellt sich noch der Open-Source-Hypervisor "Xen" von Xensource. Microsoft will künftige Windows-Versionen ebenfalls mit Hypervisor-Technik ausstatten (siehe "Microsoft bestätigt Pläne für einen Virtualisierungs-Hypervisor"). (tc)