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IBM verzahnt Informix- und DB2-Entwicklung

25.09.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Nutzung von Informix-Technik in IBMs Datenbanken schreitet voran. In einem Interview mit der COMPUTERWOCHE-Schwesterpublikation Infoworld berichtet Janet Perna, zuständig für das Datenbankgeschäft bei IBM, dass die Entwicklungsteams der Java-Datenbank Cloudscape und der Embedded-Datenbank DB2 Everyplace mittlerweile miteinander verschmolzen worden seien. „Lotus, Tivoli und Systemmangement-Gruppen innerhalb von IBM nutzen einige der Cloudscape-Technik, um Daten dauerhaft zu speichern, und zum Cashing“, erklärt Perna.

Auch die Flaggschiff-Produkte Informix Dynamic Server (IDS) und DB2 Enterprise Edition wachsen zusammen. Nach Angaben von Perna nutzt DB2 zum Beispiel die Datablade-Technologie für die Verarbeitung von Geodaten von Informix. Auch die Funktionen für Zeitreihen, Datenbank-Connectoren und SQL-Funktionen sollen in nächster Zeit migriert werden.

Die Ankündigungen kommen nicht überraschend. Schon kurz nach der Übernahme von Informix durch IBM im vergangenen Jahr hatte Janet Perna angekündigt, Informix weiter zu entwickeln, aber die Informix-Technik in DB2 zu übertragen - vor allem die Arrowhead-Technik zur Vereinheitlichung verschiedener Datenbanken. Langfristig solle die Weiterentwicklung in DB2 erfolgen. Trotzdem war es Ziel, die Informix-Kunden weiter zufrieden zu stellen und die IDS-Entwicklung wie geplant fortzusetzen. Bislang hat IBM dieses Versprechen eingelöst und erst jüngst ein neues Update herausgebracht.