Stärken-Schwächen-Analyse

IBM kommt gestärkt aus der Krise

Wolfgang Herrmann ist Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO. Zuvor war er Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel und stellvertretender Chefredakteur COMPUTERWOCHE. Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehören Cloud Computing, Data Center, Virtualisierung und Big Data.
Mit seinem breiten Portfolio hat IBM den Abschwung besser als viele Konkurrenten überwunden, urteilt Andreas Zilch, Lead Advisor bei der Experton Group, in einer Stärken-Schwächen-Analyse.

Der Kursverlauf der IBM-Aktie an der New Yorker Börse lässt kaum Zweifel aufkommen. Nach dem tiefen Einbruch während der Wirtschafts- und Finanzkrise kennt die Kurve der International Business Machines Corp. (IBM) nur eine Richtung: nach oben. Darauf verweist Andreas Zilch, Vorstandsmitglied und Lead Advisor der Experton Group, in seiner Analyse "The IBM Future". Auch die Mitarbeiterzahlen haben sich positiv entwickelt. Ende 2005 beschäftigte der IT-Konzern laut eigenen Angaben 329.373 Mitarbeiter. Zum 31.12.2009 waren es fast 400.000. IBM sei vor diesem Hintergrund erstaunlich gut aus der Krise gekommen ist, so Zilch.

Nach dem tiefen Einbruch während der Finanzkrise hat sich der Kurs der IBM-Aktie stetig nach oben entwickelt.
Nach dem tiefen Einbruch während der Finanzkrise hat sich der Kurs der IBM-Aktie stetig nach oben entwickelt.
Foto: Experton

Strategisch habe sich der Hersteller konsequent vom Technologie-Unternehmen zum Service-Provider entwickelt. Damit einher ging ein deutlich verbreitertes Dienstleistungs-Portfolio, das schon seit längerem mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes beisteuert. Heute positioniere sich Big Blue nicht mehr als klassischer Technologie-Consultant sondern als "Business-Berater". Doch trotz der insgesamt guten Bewertung sieht Zilch in einzelnen IT-Marktsegmenten Licht und Schatten.