Erweiterte Cloud-Services

IBM bietet OpenPower-Server aus der SoftLayer-Cloud

Bernhard Haluschak ist als Redakteur bei der IDG Business Media GmbH tätig. Der Dipl. Ing. FH der Elektrotechnik / Informationsverarbeitung blickt auf langjährige Erfahrungen im Server-, Storage- und Netzwerk-Umfeld und im Bereich neuer Technologien zurück. Vor seiner Fachredakteurslaufbahn arbeitete er in Entwicklungslabors, in der Qualitätssicherung sowie als Laboringenieur in namhaften Unternehmen.
IBM plant Cloud-Services anzubieten, die auf OpenPower-Servern basieren. Damit will Big Blue das Angebot der SoftLayer-Public-Cloud-Rechenzentren um weitere erfolgsversprechende Services erweitern und neue Zielgruppen erschließen.

Ende 2013 gründete IBM die offene Entwicklungsallianz OpenPower Foundation und läutete damit eine strategische Umorientierung in seiner Server-Strategie ein. Denn mit diesem Schritt stellte das Unternehmen erstmals die Power-Plattform für Marktbegleiter offen zur Verfügung. Mit dem Verkauf der x86-Server-Sparte an Lenovo Anfang 2014 untermauerte der Hersteller seinen Weg.

Jetzt plant IBM im Zuge seiner Open Power-Initiative, erstmals Bare-Metal-Power8 Server als Cloud-Service in seinen SoftLayer-Rechenzentren anzubieten. Bisher konnten die Cloud-Nutzer nur auf Services zurückgreifen, die auf x86-Servern basierten.

IBM erweitert das Angebot an Services in der SoftLayer-Cloud.
IBM erweitert das Angebot an Services in der SoftLayer-Cloud.
Foto: SoftLayer/IBM

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Zu den Hardware-Lieferanten sollen die OpenPower-Foundation-Mitglieder Tyan und Mellanox gehören. Sie stellen die Server- und Netzwerk-Grundkomponenten für den neuen Linux-basierten Cloud-Infrastructure-Service zur Verfügung. Diesen Service können die Kunden dann individuell für ihre eigenen Lösungen nutzen.

Laut IBM bietet die Power8-Architektur Vorteile bei der Verarbeitung großer Datenmengen bei Big-Data-, Cloud- und Mobile-Anwendungen. Darüber hinaus sollen diese Systeme ein besseres Preis-Leistungsverhältnis gegenüber x86-Systemen bieten.

Vorerst beschränkt sich das Infrastructure-as-a-Service-Angebot (IaaS) auf die SoftLayer-Rechenzentren in Dallas und Texas, das im zweiten Quartal 2015 verfügbar sein soll. Ein weltweites Rollout des IaaS-Angebots auf weitere SoftLayer-Rechenzentren steht noch nicht fest.