Linux für System z

IBM beschleunigt Java auf Mainframe

Schulze ist freier Autor der Website CIO.de und dem CIO-Magazin.
Anzeige  Mit der Freigabe der so genannten J9-Technologie für Java auf Linux-Mainframes will IBM Anwendungen auf Basis von SAP Netweaver um bis zu 25 Prozent schneller machen.
Mainframes spielen in großen Unternehmen noch immer eine große Rolle. IBM stellt sich darauf ein: mit einer auf J9-basierenden Java-Umgebung für Großrechner der System-z-Reihe.
Mainframes spielen in großen Unternehmen noch immer eine große Rolle. IBM stellt sich darauf ein: mit einer auf J9-basierenden Java-Umgebung für Großrechner der System-z-Reihe.
Foto: Java

Anwendungen auf Basis der plattformunabhängigen Programmiersprache Java setzen sich auch in der SAP-Welt zunehmend durch. So nutzen etwa immer mehr Unternehmen Portale als Zugang zu den Applikationen, die mit Hilfe von SAP Netweaver Application Servern realisiert wurden. Seitens IBM ist die bevorzugte Java-Technologie die "J9 Virtual Machine", eine Laufzeitumgebung, die in einer SAP-angepassten Form bislang vor allem auf Servern mit IBMs Unix-Derivat AIX zum Einsatz kam. Damit auch Anwender davon profitieren können, die SAP auf Mainframes betreiben, hat IBM nun eine J9-basierende Java-Umgebung für Großrechner der System-z-Reihe freigegeben.

Kürzere Antwortzeiten im Portal

Die neue "1.4.2 Java Virtual Machine" kommt nicht auf dem Mainframe-Betriebssystem z/OS zum Einsatz, sondern benötigt Linux für System z. Bislang mussten Anwender dort für den Betrieb der Application Server auf eine ältere JVM setzen, die nun als "Classic JVM" bezeichnet wird. Laut IBM wurden im Vergleich zur Classic JVM mittels J9-Technologie vor allem das für den Betrieb von Java extrem wichtige Speichermanagement verbessert sowie ein neuer Just-in-Time-Compiler hinzugefügt, der die Prozessorenauslastung deutlich vermindern soll. Laut dem Hersteller können so die Antwortzeiten beim Einsatz von Portalen um bis zu 25 Prozent verringert werden.

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