SAPs In-Memory Technologie

High Performance aus dem RAM

18.05.2010
Ima Buxton arbeitet als freie Redakteurin in München. Sie schreibt schwerpunktmäßig zu Strategie- und Trendthemen.
Anzeige  Analytische BI-Anwendungen profitieren mit höherer Performance schon länger vom In-Memory-Ansatz. SAP nutzt Innovationen im Bereich der Hardware wie Multi-Core- und Blade-Architekturen, sowie eigene Erfahrungen aus fünf Jahren der In-Memory Software Entwicklung, um der Technologie den entscheidenden Schub zu verleihen.
366 Millionen Datensätze in 15 Millisekunden - - - Anfragen in Spalten durchsuchen und nicht auf alle Datensätze gleichzeitig zugreifen: Das ist das Prinzip der In-Memory-Technologie. Der SAP Business Objects Explorer kann nach Angaben von "SAP Spectrum" 366 Millionen Datensätze in 15 Millisekunden durchforsten. Für die SAP Business Suite 7 und SAP Business ByDesign ist die Technologie inzwischen Standard.
366 Millionen Datensätze in 15 Millisekunden - - - Anfragen in Spalten durchsuchen und nicht auf alle Datensätze gleichzeitig zugreifen: Das ist das Prinzip der In-Memory-Technologie. Der SAP Business Objects Explorer kann nach Angaben von "SAP Spectrum" 366 Millionen Datensätze in 15 Millisekunden durchforsten. Für die SAP Business Suite 7 und SAP Business ByDesign ist die Technologie inzwischen Standard.

Die Menge der Daten, die Unternehmen künftig bewältigen müssen, wird in den nächsten Jahren massiv ansteigen - noch schneller als bislang vermutet. So wird einer Studie des Marktforschungsunternehmens IDC zufolge die digitale Kommunikation um den Faktor Acht zunehmen, die Zahl der mobilen Nutzer wird sich verdreifachen und immer mehr Menschen werden über einen Zugang zu Breitbandnetzen verfügen - mit den entsprechenden Folge für die Unternehmensdatenbanken. Damit Organisationen die enormen Datenmengen für ihren Geschäftserfolg nutzen können, müssen Informationen schnell verfügbar sein und rasch verarbeitet werden können.

Kürzere Antwortzeiten mit In-Memory

In den meisten Firmen ist Datenhaltung die Aufgabe relationaler Datenbanken: Sie speichern strukturierte Daten in Tabellen beziehungsweise Datensätze in Feldern auf der Festplatte oder einem Server ab. Soll eine Rechenoperation durchgeführt werden, müssen die erforderlichen Informationen zunächst aus dem Festspeicher abgerufen werden. Wesentlich kürzere Antwortzeiten soll die In-Memory-Technologie bringen. Ihr Ansatz unterscheidet sich in drei Punkten von den herkömmlichen relationalen Datenbanken.

Die Menge an zu bewegenden Daten lässt sich wesentlich reduzieren, weil Daten aus Feldern, die eigentlich nicht benötigt werden, bei Abfragen auf spaltenorientierten Speicherkonzepten auch nicht bewegt werden müssen", sagt Ingo Brenckmann, Program Director Data and Analytic Engines bei SAP.
Die Menge an zu bewegenden Daten lässt sich wesentlich reduzieren, weil Daten aus Feldern, die eigentlich nicht benötigt werden, bei Abfragen auf spaltenorientierten Speicherkonzepten auch nicht bewegt werden müssen", sagt Ingo Brenckmann, Program Director Data and Analytic Engines bei SAP.

Zunächst erfolgt die Anordnung der Daten für Analysen nicht in Feldern oder Zeilen, sondern in Spalten. "Anwender durchsuchen Daten in der Regel vertikal nach bestimmten Kategorien wie Verkaufszahlen oder Produkteigenschaften. Auf diese Weise erhalten Sie eine kundenübergreifende, umfassende Sicht auf die Unternehmensleistung. Zeilen liefern hingegen umfangreichere Datensätze, die bei jeder Abfrage vollständig gelesen werden", erläutert Ingo Brenckmann, Program Director Data and Analytic Engines bei SAP, die Funktionsweise der In-Memory-Technologie. "Die Menge an zu bewegenden Daten lässt sich wesentlich reduzieren, weil Daten aus Feldern, die eigentlich nicht benötigt werden, bei Abfragen auf spaltenorientierten Speicherkonzepten auch nicht bewegt werden müssen."