Web

 

Hewlett-Packard liefert neue Proliant-Server aus

18.02.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Hewlett-Packard (HP) hat im Rahmen seiner Proliant-Reihe zwei neue Server auf den Markt gebracht. Die Modelle "DL740" und "DL760" lassen sich jeweils mit bis zu 64 Gigabyte RAM und 587,2 Gigabyte Speicherkapzität ausrüsten. Der 740DL bietet eine Bauhöhe von 4U und ist mit acht Intel-Xeon-CPUs bestückt, die jeweils mit zwei Gigahertz takten. Den 7U hohen 760DL gibt es in Varianten mit 900-Megahertz- und 1,5-Gigahertz-Xeons. Eine Version mit acht 2,0-Gigahertz-CPUs soll Mitte März folgen. Den DL760 bietet HP zum Beispiel in einer Konfiguration mit vier 2,0-Gigahertz-Xeons, vier Gigabyte RAM, 36,4 Gigabyte-Festplatte, integriertem Smart-Array, Gigabit-Server-Adapter und zwei redundanten Hotplug-Netzteilen für rund 48.000 Dollar an. Mit Vollausstattung beläuft sich der Preis auf knapp 130.000 Dollar. Der DL740 kostet mit vier Prozessoren und vier

Giagbyte Speicher mit Ultra3 SCSI Drive Cage rund 45.000 Dollar. Vier weitere Xeon-CPUs schlagen mit rund 28.000 Dollar zu Buche, 32 Gigabyte RAM mit 35.000 Dollar. Wer eine Festplattenkapazität von 587,2 Gigabyte haben will, legt weitere 7.000 Dollar drauf.

Mit den neuen Servern will HP laut Paul Miller, Chef der Platform Group für Industrie-Standard-Server, die Marktführerschaft im Segment der Intel-basierenden Acht-Prozessor-Server erlangen. Laut IDC lag im dritten Quartal 2002 IBM mit 87 Millionen Dollar Umsatz vor HP (84 Millionen Dollar). Allerdings lässt sich IBMs "x440" mit bis zu 16 CPUs bestücken. Im Gegensatz zu den Proliants, die auf dem herkömmlichen SMP-Design (Symmetrical Multiprocessor) basieren, unterstützen die IBM-Server NUMA (Non Uniform Memory Access). Die ursprünglich nur für Unix-Server verfügbare Technik teilt vorhandene CPUs und Arbeitsspeicher in Gruppen auf und übernimmt die Steuerung der Systemelemente. Da so jeder Prozessor direkt auf seinen Speicherbereich zugreifen kann, erfolgt die Datenverarbeitung deutlich schneller. Mit NUMA auf Intel-Plattformen kommen jedoch ältere

Betriebssysteme wie Windows 2000 nicht zurecht. Derzeit wird die Technik nur von einigen Linux-Kernel-Varianten unterstützt. Microsoft bringt erst mit dem für April angekündigten Windows Server 2003 NUMA-Funktionalität. (lex)