Zu viele IT-Systeme und IT-Dienstleister

Große Abhängigkeit von IT-Beratern

Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Insgesamt 91 Prozent der von einem IT-Dienstleisters befragten Stadtverwaltungen sind bei der Anpassung ihrer IT-Infrastruktur auf externe Hilfe angewiesen, so eine aktuelle Umfrage.
Europäische Kommunen sind sehr abhängig von IT-Beratern.
Europäische Kommunen sind sehr abhängig von IT-Beratern.

Eine aktuelle Studie unter europäischen Kommunen zeigt, dass kaum eine Verwaltung Änderungen in ihrem ERP-System selbstständig vornehmen kann. Nur neun Prozent der Befragten gaben an, dass sich nötige Anpassungen auch ohne Hilfe von externen Beratern umsetzen lassen. Das ist das Ergebnis einer Studie des ERP-Dienstleisters Unit4 Agresso, einer Tochter des niederländischen Konzerns Unit4.

Das Unternehmen ließ insgesamt 240 IT- und Finanzvorstände aus Europa zu ihrem Back-Office-System befragen. Das Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Gemeinden verwendet mindestens fünf verschiedene IT-Subsysteme unterschiedlicher Anbieter, um ihre Prozesse zu verwalten.

Am häufigsten genannt wurden Lösungen für das Dokumenten-Management (84 Prozent), für Personal (72 Prozent), für die Gehaltsabrechnung (70 Prozent), für das Beschaffungswesen (23 Prozent) sowie für die Planung (26 Prozent).

„Eklatant" sei, so schreibt der Auftraggeber der Studie: Mit neun Prozent sieht sich nur eine kleine Minderheit der kommunalen Verwaltungen in der Lage, selbst Änderungen am System vorzunehmen - und das, obwohl das Thema Flexibilität eigentlich ziemlich weit oben auf der Wunschliste der befragten Kommunen steht.

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