Erfolgreiche Unternehmen

Führung braucht Leidenschaft

Martina Stauch

Frau Stauch hat 16 Jahre Vertriebserfahrung in unterschiedlichen Funktionen und Branchen. Die letzten 8 Jahre war Sie bei CISCO Systems als Team-, Programm-, und Vertriebsleiterin tätig.
Frau Stauch hat eine Ausbildung zum persönlichen Coach und Systemischen Coach absolviert, am “Entrepreneur Coaching Program” sowie auch an zahlreichen CISCO-internen Management Schulungen (Emerging Leader – Program, ISLDP, Executive Communication and Sparring, Change Management) teilgenommen.


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Es sind nicht nur die Produkte: Visionen, Nachhaltigkeit und Leidenschaft zusammen mit einem charismatischen Auftreten des Managements bilden den Schlüssel, um ein Unternehmen dauerhaft zum Erfolg zu führen.
Es sind die Menschen und das Führungsteam, die die entscheidenden Wettbewerbsvorteile sichern.
Es sind die Menschen und das Führungsteam, die die entscheidenden Wettbewerbsvorteile sichern.
Foto: alphaspirit/Fotolia.com

Zahlreiche Beispiele der jüngeren Vergangenheit zeigen, dass der Erfolg milliardenschwerer Imperien nicht selten von einzelnen Persönlichkeiten abhängt. Für Apple, Dell und Starbuck gilt das ganz besonders. Diese Firmen waren mit ihren Gründern erfolgreich, aber nach deren Ausscheiden oder ihrem Rückzug aus dem aktiven Geschäft haben sie zum Teil drastisch Marktanteile verloren. Gemein ist diesen Konzernen auch, dass sie alle ihre ehemaligen CEOs zurückgeholt und Steve Jobs, Michael Dell und Howard Schultz die Unternehmen zurück an die Weltspitze geführt haben.

Allen drei Persönlichkeiten ist die Transformation vom Gründer zum CEO eines Milliardenkonzerns gelungen. Es stellt sich daher die Frage, warum die Geschäfte schlechter gelaufen sind, als diese Personen nicht in den Unternehmen aktiv waren.

Chef muss Begeisterung zeigen

Die drei haben gemeinsam, dass sie ihre Firma visionär mit Herz und Leidenschaft führen beziehungsweise geführt haben. Doch nicht nur das. Auch Selbstkritik, offene Kritik an den eigenen Produkten, hohe Qualitätsansprüche und die Fähigkeit, aus Fehlern zu lernen, zeichnet diese Persönlichkeiten aus. Fehlt beispielsweise die Leidenschaft, dann funktionieren die Menschen in den Unternehmen zwar weiterhin. Stück für Stück gehen aber Visionen, Kreativität und die Fähigkeit, andere Menschen zu begeistern, verloren. Gerade die Begeisterung für die eigene Firma, die eigenen Produkte und die Lust auf Neues machen den Unterschied. Denn diese Euphorie überträgt sich automatisch auf die Mitarbeiter und den Markt. Dies haben alle drei Gründer nach ihrer Rückkehr erkannt und genutzt. Denn es sind die Menschen und das Führungsteam, die die entscheidenden Wettbewerbsvorteile sichern.

Erfolgreiche Firmen in ihren Märkten wie die bereits genannten, aber auch Top-Unternehmen anderer Branchen wie Amway Global oder Primerica sagen von sich selbst: "Wir sind eine Personalentwicklungs-Company, die kaufbare Produkte herstellt" oder "Wir sind ein selbstverbesserndes System mit einem Ausgleichsplan."

Mit der Vision auf gutem Weg

Die Beispiele zeigen, dass vor allem die Führung über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Viele Mitarbeiter identifizieren sich mit einem Unternehmen und wollen gerade deswegen dort arbeiten. Sie verlassen es aber oft wegen des nächsten Vorgesetzten, einer nicht nachvollziehbaren Unternehmensstrategie oder fehlender Visionen.

Visionen sind vergleichbar mit einem Benutzerhandbuch oder Wegweiser eines Unternehmens. Dies gilt besonders, wenn es um langfristige Ziele geht. Bei langfristigen Zielen (wie: die Nummer eins im Markt werden, die besten Produkte herstellen etc.) können Arbeitgeber jedoch vom Weg abkommen. Eine Unternehmensvision hilft, wieder den richtigen Weg beziehungsweise die richtige Strategie einzuschlagen. Sie hilft auch, die richtigen Entscheidungen zu treffen und eine langfristige und stabile Unternehmenskultur aufzubauen.

Die Verantwortung liegt hier einzig und allein beim Führungsteam. Es muss eine Vision entwickeln und diese kontinuierlich in einer Vorbildfunktion leben. Sehr eindrucksvoll zeigt sich das am Beispiel von Apple, das sein Ziel darin sieht, die beste Personal-Computing-Erfahrung für Studenten, Lehrer, Kreative und Endkunden auf der ganzen Welt durch innovative Hardware, Software und Internet-Angebote zu schaffen.

Als Steve Jobs nach elf Jahren zurückgeholt wurde, stand Apple kurz vor der Pleite. In seiner ersten Vorstandssitzung - so ist es überliefert - lautete seine erste Frage an die Manager: "Was läuft hier schief?" Und er gab gleich darauf die Antwort: "Es sind die Produkte. Also, was stimmt mit den Produkten nicht?" Er wartete wieder nicht auf die Antwort: "Sie sind beschissen. Und sie haben keinerlei Sex-Appeal." Dem Ziel, die besten und attraktivsten Produkte zu entwickeln, folgte er bis zum Schluss. Zugegeben, das war nicht immer angenehm für seine Mitarbeiter und Partner, aber er holte das Maximum aus sich, seiner Firma, seinen Mitarbeitern und seinen Produkten heraus. Die Begeisterung, stets Neues und Besseres zu erschaffen und damit zufriedene Kunden an sich zu binden, waren der Schlüssel zum Erfolg.

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