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Fliegt Apple von der Nasdaq?

14.08.2006
Die Aktienoptions-Probleme von Apple Computer weiten sich aus. Der Mac- und iPod-Hersteller will sich um eine Anhörung vor dem für Notierungserfordernisse zuständigen Gremium der Nasdaq bemühen.
Nasdaq-Gebäude am Times Square (Foto: Thomas Cloer)
Nasdaq-Gebäude am Times Square (Foto: Thomas Cloer)

Bis zu dessen Entscheidung bleiben die Apple-Aktien an der Hightech-Börse notiert, teilte Apple am Freitag mit. Nach Darstellung von Börsenkennern handelt es sich allerdings um eine Formalie, da Apple eines der am meisten gehandelten Papiere an der Nasdaq ist.

Es geht darum, dass Apple wegen der firmeninternen Untersuchung über seine Aktienoptionsvergaben die Einreichung seines Geschäftsberichts für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres an die amerikanische Wertpapier- und Börsenkommission SEC verzögern muss. Wegen dieser Verzögerung hat Apple ebenso wie andere an der Nasdaq notierte Unternehmen mit Aktienoptionsproblemen aber auch gegen Notierungsbestimmungen der NASDAQ verstoßen.

In einer Mitteilung an die SEC erklärte Apple am Freitag, dass es zu der verzögerten Einreichung des Quartalsberichts kommen werde. Apple hatte im Juli auf vorläufiger Basis in einer Pressemitteilung einen Anstieg des Gewinns gegenüber der Vorjahreszeit um 48 Prozent auf 472 Millionen Dollar bekannt gegeben. Der Hersteller aus Cupertino hatte den Umsatz nach diesen Angaben um 27 Prozent auf 4,37 Milliarden Dollar erhöht.

Apple rechnet nach seiner Mitteilung an die SEC damit, dass es "erhebliche Änderungen" in den Ergebnissen für den am 1. Juli beendeten Quartalsabschnitt gegenüber der Vorjahresvergleichszeit geben wird, "einschließlich erheblicher Erhöhungen der Firmenumsätze und -ausgaben". Apple könne keine vernünftigen Ergebnisschätzungen machen, da man wahrscheinlich die früheren Finanzausweise wegen Entlohnungsausgaben im Zusammenhang mit der früheren Gewährung von Aktienoptionen ändern müsse. Apple konnte wegen der laufenden Aktienoptions-Untersuchung keine Schätzung über die Höhe der auf das Unternehmen zukommenden Sonderbelastungen und deren Auswirkungen auf die Steuern und Bilanzen machen. Das Unternehmen machte auch keine Angaben über die fraglichen Zeiträume.

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