Soziale Netzwerke statt E-Mail

Firmen müssen Technologie mit Leben füllen

16.11.2010
Ima Buxton arbeitet als freie Redakteurin in München. Sie schreibt schwerpunktmäßig zu Strategie- und Trendthemen.
Soziale Netzwerke entwickeln sich immer mehr zu einer Drehscheibe der geschäftlichen Kommunikation in Unternehmen. Doch nur Firmen, die eine Kultur der sozialen Kollaboration etablieren, können damit auch erfolgreich sein, warnt Marktforscher Gartner.
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Bis 2014 werden rund 20 Prozent der Arbeitnehmer soziale Netzwerke als Drehscheibe für ihre geschäftliche Kommunikation nutzen. Die Gründe für diese Entwicklung liegen nach Analysen des Marktforschers Gartner in der immer größeren Verfügbarkeit von Social-Networking-Services, im allgemeinen demografischen Wandel und in der allmählichen Veränderung der Arbeitsstile. Gartner betont, dass es sich dabei um die Entwicklung einer von vielen Möglichkeiten innerhalb der Technologiefelder Kommunikation, soziales Web und mobile Anwendungen handelt, die eine bessere Interaktion zwischen den Menschen und ihre Zusammenarbeit auf einer breiteren Basis ermöglichen.

Neuer Stil der Business-Kollaboration

"In der Vergangenheit unterstützten Unternehmen ausschließlich die Zusammenarbeit ihrer Mitarbeiter per E-Mail und höher strukturierter Anwendungen", sagt Monica Basso, Research Vice President bei Gartner. "Heute laufen soziale Paradigmen, E-Mail, Instant Messaging (IM) und persönlicher Präsenz zusammen und bilden einen neuen Stil der Business-Kollaboration." Doch Basso warnt zugleich: "Dennoch können eine tatsächliche Zusammenarbeit und eine effektive, effiziente Arbeitsplatzumgebung nur dann erwachsen, wenn die Organisationen die vorhandenen Möglichkeiten weitreichend verfügbar machen und die Nutzer damit vertraut machen. Die Technologie ist nur ein Enabler, die Kultur ist ein Muss für den Erfolg."

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