Künftig zwei Apps

Facebook entkoppelt mobile App und Messenger

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Facebook bietet für mobile Nutzer Nachrichten an Einzelpersonen und Gruppen bald nur noch über die separate Messenger-App an.

Die Nachrichtenfunktion wird aus der bisherigen mobilen App herausgelöst - der Nutzer muss also zwei Apps installieren (wenn er die Nachrichtenfunktion von Facebook verwenden will), wo bislang eine ausreichte. Wann genau das in Deutschland passiert, ist bislang nicht bekannt. Ein Sprecher von Facebook schreibt dazu in einer geschlossenen Facebook-Gruppe für Journalisten:

"Wir haben heute damit begonnen, Menschen in verschiedenen Regionen darüber zu informieren, dass wir in einigen Wochen die Messenger-Funktionalität aus der mobilen Facebook-App auslagern werden. In Deutschland ist das aktuell noch nicht der Fall. […] Messenger als eigenständige App ist schneller und liefert eine bessere Bedienoberfläche. Wir haben festgestellt, dass Menschen 20 Prozent schneller auf Nachrichten antworten, wenn diese über die Messenger-App kommen. Indem wir Messenger aus der Hauptanwendung ausgliedern, wird es für uns einfacher, die Messenger-App weiterzuentwickeln."

Foto: Facebook

Zuvor hatten bereits verschiedene US-Medien über die Abkoppelung des Facebook Messenger berichtet. Laut "The Verge" werden Nachrichten auf schwachbrüstigeren Android-Telefonen, Windows Phones und Tablets auch künftig weiter in der mobilen Facebook-App angezeigt. In den Apps für iPhone und schnellere Android-Telefone bleibt der Nachrichten-Knopf demnach zwar erhalten, startet dann aber automatisch den Facebook Messenger nach.