Symmetrix V-Max

EMC setzt mit Highend-Storage-System auf Virtualisierung

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Mit seinem neuen Highend-Speicher "Symmetrix V-Max" stellt EMC eine komplett überarbeitete Storage-Architektur vor. Virtualisierung soll die Speicher-Pools flexibler machen und das Management vereinfachen.

"Virtualisierung passiert hier und jetzt in der Storage-Welt", verkündete EMC-Chef Joe Tucci anlässlich der Vorstellung der neuen Highend-Speichersysteme. In der Server-Welt habe die Technik bereits bewiesen, dass sie in der Lage ist, vorhandene Ressourcen besser auszulasten und komplexe Management-Prozesse zu vereinfachen. "Der Wechsel vom physikalischen zum virtuellen Computing ist vor allem durch diese Effizienzgewinne getrieben", sagt Tucci. Das lasse sich nicht mehr wegdiskutieren.

Diesem Trend trägt der Storage-Spezialist mit seinem neuen Highend-System "Symmetrix V-Max" Rechnung. Bisher hätten sich die großvolumigen Speicher im Backend nur schwer modularisieren lassen, beschrieb Mika Kotro, Product Marketing Manager von EMC, die Ausgangssituation. Das soll sich nun durch die der Symmetrix V-Max zugrunde liegende Architektur ändern. Kotro zufolge setzt sich die jüngste Symmetrix-Generation aus modular aufgebauten Einheiten, so genannten Engines zusammen. Jede dieser Engines entspreche einem kleinen Symmetrix-System.

Jede Engine lässt sich EMC zufolge mit maximal vier auf 2,33 Gigahertz getakteten Quad-Core-Xeon-CPUs von Intel bestücken. Es sei das erste Highend-System mit Intel-Prozessoren, sagte Kotro. Die Leistung der Intel-Chips liege doppelt so hoch als die der bisher verwendeten PowerPC-Plattform. Darüber hinaus fasse jede Engine bis zu 128 GB Cache und biete den Anwendern einen Datendurchsatz von maximal 24 GB/s. Ein voll ausgebautes V-Max-System besteht EMC zufolge aus acht Engines. Damit erreicht der Speicher eine Leistung von bis zu 128 Prozessor-Kernen, rund 1 TB Cache und eine Bandbreite von 192 GB/s.

Ein V-Max-System lässt sich mit 48 bis 2400 Festplatten ausstatten. In der höchsten Ausbaustufe erreicht das Storage-System damit eine Speicherkapazität von 2 Petabyte (PB). Dem Hersteller zufolge lassen sich unterschiedliche Festspeichertypen einsetzen und kombinieren, von Flash-basierenden Solid-State-Drives (SSDs) über Fiber-Channel-Festplatten (FC) bis hin zu Serial-ATA-Hard-Disks (SATA). Pro Engine stehen 16, pro V-Max-System 128 Backend-Ports zur Verfügung, um die Festspeicher anzubinden. Außerdem verfügen die Systeme über die gleiche Anzahl von Host Ports für die Verbindung zu den Servern.

Neben den neuen Symmetrix-V-Max-Systemen präsentiert EMC die Virtual Matrix Architecture. Damit soll das Handling umfangreicher Speicher-Pools einfacher werden.
Neben den neuen Symmetrix-V-Max-Systemen präsentiert EMC die Virtual Matrix Architecture. Damit soll das Handling umfangreicher Speicher-Pools einfacher werden.
Foto: EMC

Die Klammer um die Symmetrix-V-Max-Systeme bildet die neue "Virtual Matrix Architecture". Hätten Anwenderunternehmen EMC zufolge in der Vergangenheit damit zu kämpfen gehabt, tausende weltweit verteilter virtueller Maschinen zu verwalten, fasse die Virtual Matrix alle Storage-Ressourcen in einem zentralen und flexiblen Pool zusammen. Dieser Pool lasse sich zudem je nach individuellem Bedarf des Anwenders skalieren. Laut Hersteller sollen sich damit viele, auch global verteilte V-Max-Systeme zusammenfassen lassen. Die Architektur erlaube eine Skalierung auf mehrere hundert Engines und Petabytes sowie zehntausende Festplattenlaufwerke und hunderttausende angeschlossene virtuelle Server.