EDC: Quellcode ist Schlüssel für den Erfolg mobiler Betriebssysteme

12.09.2007
Entwickler müssen für Verbraucher ein wundersames Völkchen sein: nach landläufiger Meinung in einem fensterlosen Kämmerchen sitzend, Kaffee trinkend, Hieroglyphen tippend, die Welt allenfalls durch die Blogeinträge von Reallife-Korrespondenten wahrnehmend. Lassen Sie sich gesagt sein: in jedem Programmierer steckt ein Geek, doch die Kommunikationsfähigkeit der quellcodeschreibenden Zunft ist mitnichten so beschränkt, wie oftmals fabuliert. Ganz im Gegenteil.

Wie eine Studie der Wirtschaftsforscher von Evans Data Corp. (EDC) in einer unter Software-Entwicklern durchgeführten Umfrage herausgefunden hat, ist ein offener Quellcode den Entwicklern bei der Entscheidung für ein Betriebssystem äußerst wichtig. Das grundlegende Problem eines jeden Programmierers ist die Auswahl der Plattform, für die er entwickelt.

Zwar kann er seine Software soweit abstrahieren, dass ihr Kern potenziell auf jedem System läuft, die spätere Anpassung erfordert aber neben Fingerspitzengefühl auch weitreichende Kenntnisse über dessen Funktionsweise. Die jüngste Generation von Betriebssystemen kürzt man mit RTOS ab: Real-Time Operating Systems begegnen uns auf jeglicher Art von mobilem Endgerät, vom iPod bis zum Windows-PDA-Phone. Viele Betriebssystem-Hersteller haben mittlerweile Lizenzmodelle entwickelt, mit denen Programmierer für ihre Plattform den Quellcode des Zielsystems einsehen dürfen - allerdings in vielen Fällen nur eingeschränkt, verbunden mit zusätzlichen Kosten und unter strengsten Geheimhaltungsvorschriften.

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