Google gewinnt

Die Traumarbeitgeber der Informatiker

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
Google behauptet sich. Zum zweiten Mal belegt der Suchmaschinenanbieter Platz eins als beliebtester Arbeitgeber unter Europas Informatikstudenten.

"Das Phänomen Google funktioniert in ganz Europa", davon ist Trendence-Berater Oliver Viel überzeugt, wenn er sich das diesjährige Ranking der Arbeitgeber ansieht, bei denen der Computernachwuchs am ehesten unterkommen möchte. Wie auch im vergangen Jahr ist Google Sieger vor Microsoft und IBM, die die Plätze getauscht haben.

Wählerisch: Google will nur die besten Absolventen haben

Für Viel ist das Ergebnis keine Überraschung, denn Google schaffe einen schwierigen Spagat: "Das Unternehmen ist nicht nur unglaublich präsent und erfolgreich, sondern darüber hinaus auch nach wie vor bei Absolventen führend bezüglich des wichtigen Imagetreibers Kollegialität, Lifestyle und Work-Life-Balance." Keiner anderen Firma gelinge es derzeit, den Absolventen ein derartig positives Bild von Arbeitsklima und Unternehmenskultur zu liefern. Die stark amerikanisch geprägte Lockerheit sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, so Viel, dass Google nur die Besten unter den Absolventen sucht: "Das Anforderungsprofil ist sicher nicht weniger streng als das, das Top-Unternehmensberatungen an Ihre Mitarbeiter stellen." Google bringt es fertig "die gemeinhin schwere Verbindung zwischen nett und anspruchsvoll" hinzubekommen, erklärt Manja Ledderhos, Beraterin bei Trendence.

Im Ranking auf Platz vier folgt Apple, das sich um einen Platz verbesserte und Intel, das sich um einen Platz verschlechterte. Cisco als sechster verbessert sich um drei Plätze, Nokia behauptet als erster Europäer seinen siebten Platz und bekommt mit Siemens als zweitem Europäer auf Platz zehn Schützenhilfe im Top-Ten-Ranking. Dafür darf sich Oracle über Platz acht freuen, das einen Sprung von 14 vollzog vor Sun, das nach dem Verkauf an Oracle damit das letzte Mal im Ranking dabei ist.

"Allen Top-Unternehmen im Bereich Engineering und IT ist gemein, dass Produkt- und Arbeitgebermarke untrennbar miteinander verbunden sind", analysiert Trendence-Mann Viel. Der Traum vieler Ingenieure und Informatikers sei es, bei IBM, Microsoft oder Siemens an der Produktentwicklung mitzuwirken.

Unter den ersten 20 Unternehmen platzierten sich unverändert wie im Vorjahr auch BMW und SAP auf Platz 15 und 16. Es folgen die Autobauer Porsche (24), VW (25) und die Fraunhofer-Gesellschaft (29).