Erfolgsmodell Mikrocomputer

Die Raspberry Pi-Story

Florian Maier beschäftigt sich mit dem Themenbereich IT-Security und schreibt über reichweitenstarke und populäre IT-Themen an der Schnittstelle zu B2C. Daneben ist er für den Facebook- und LinkedIn-Auftritt der COMPUTERWOCHE zuständig. Er schreibt hauptsächlich für die Portale COMPUTERWOCHE und CIO.
Er begeistert Computer-Freaks, Tech-Nerds, Bastler und Bildungseinrichtungen gleichermaßen: der Mikrocomputer Raspberry Pi. Wir werfen einen Blick auf die Geschichte des Projekts.

Auch wenn man vertraut ist mit dem Raspberry-Pi-Projekt, fällt es schwer, die Bedeutung des Mikrocomputers für die IT-Welt in Worte zu fassen - insbesondere was den Bastler- und Bildungsbereich angeht. Mit dem Projekt haben die Macher genau das erreicht, was sie wollten: die Grundlagen der Computerwissenschaft in Form eines kleinen Devices für jedermann erschwinglich zu machen.

Die Geschichte des Raspberry Pi

Als die Raspberry Pi Foundation ihren ersten Mini-Platinen-Rechner 2012 präsentiert, löst sie einen beispiellosen Boom aus: Über acht Millionen Rechner-Platinen wurden mittlerweile verkauft. Bastler haben auf Basis des Mini-PCs eine Vielzahl unterschiedlichster Module entwickelt - von der Steuerung der Modelleisenbahn bis hin zur vollautomatischen Wetterstation im Garten. Auch im Zusammenhang mit dem Internet of Things (IoT) und seinen Teilbereichen - etwa Industrie 4.0 - wächst das Interesse am günstigen Mini-PC, insbesondere wenn es darum geht, alle möglichen Devices mit Rechenintelligenz auszustatten und zu vernetzen.

Vier Jahre sind inzwischen seit der Einführung des Raspberry Pi vergangen. Pünktlich zum Geburtstag des Einplatinen-Computers wurde das neueste Modell vorgestellt: der Raspberry Pi 3. In unserer Bildergalerie werfen wir einen Blick auf die Geschichte des Raspberry Pi.

Raspberry Pi 3: Neue Features, alter Preis

Beim Raspberry Pi 3 haben die Entwickler vor allem auf die Abwärtskompatibilität zum Vorgänger dem Pi 2 geachtet. Die Platine weist die gleichen Maße auf wie der Vorgänger. Auch die Anschlüsse liegen an den bereits bekannten Stellen. Damit ist sichergestellt, dass der Pi 3 auch in den Gehäusen der Vorgänger Platz findet. Das heißt allerdings auch, dass sich an dieser Stelle nicht viel geändert hat: Anwender bekommen eine Fast-Ethernet-Buchse, vier USB-2.0-Ports sowie einen HDMI-Anschluss. Gleich geblieben ist auch die Bestückung mit 1 GB Arbeitsspeicher.

Neu sind dagegen integrierte Drahtlosverbindungen: Auf der Unterseite der Platine sitzt ein Chip für WLAN 802.22b/g/n sowie Bluetooth 4.1. Die Antenne ist auf der Oberseite platziert. Insgesamt kommt das WLAN damit im besten Fall auf einen maximalen Datendurchsatz von 150 Mbit pro Sekunde. Ferner haben die Entwickler dem Pi 3 eine neue Chip­architektur spendiert, was sich in erster Linie in einer höheren Taktrate niederschlägt. Statt mit 900 Megahertz arbeitet der auf der Platine sitzende ARMv8 mit vier Rechenkernen (Cortex-A53) und 1,2 Gigahertz. Anstelle einer 32-Bit-Architektur wie beim Vorgänger ARMv7, kommt nun eine 64-Bit-Architektur zum Einsatz. Das bringt zum Start übrigens keine Vorteile, da derzeit praktisch noch keine 64-Bit-Anwendungen für den Rasp­berry Pi 3 verfügbar sind. Ab sofort können Interessierte den neuen Mini-Rechner erstehen - zum gleichen Preis wie den Vorgänger: der Raspberry Pi 3 ist wie gewohnt für knapp unter 40 Euro zu haben.