IT-Konzerne auf Shopping-Tour

Die größten Übernahmen 2012

Joachim Hackmann
Als Chefreporter Online der Computerwpoche spürt Joachim Hackmann aktuelle Themen aus allen Segmenten der IT-Branche auf. Seine thematische Vorliebe gilt der IT-Servicebranche. Dazu zählen etwa Trends, Neuerungen, Produkte und Unternehmen aus den Bereichen Cloud Computing, XaaS, Offshoring und Outsourcing sowie System-Integration und Consulting. Zudem betreut er die Computerwoche-Online-Rubrik "Mittelstand" und hält den Kontakt zur Computerwoche Xing-Lesergruppe.
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Im weltweiten IT-Markt gab es in diesem Jahr zahlreiche milliardenschwere Übernahmen. Besonders spendabel im zeigten sich Cisco, SAP und Dell, sie haben Cloud- und Mobility-Startups gekauft.

Den größten Einzelscheck hat im nun ablaufenden Jahr ein Konzern gezückt, der im westlich geprägten IT-Geschäft noch nicht so häufig in Erscheinung getreten ist. Der japanische Mischkonzern Softbank ließ sich die Übernahme des Telekom-Providers Sprint Nextel satte 20 Milliarden Dollar kosten, um in den US-amerikanischen Mobilfunkmarkt einzusteigen. Überhaupt scheint das Mobility-Geschäft die Wachstums-Fantasie der Investoren zu beflügeln: Auch Google und Cisco machten mehrere Milliarden Dollar locker, um ihre Position in diesem Markt zu verbessern.

Foto: cruffpics, Fotolia.com

Ähnlich zuversichtlich wird das Potenzial des Cloud Computing offenbar eingeschätzt. Vor allem die etablierten Kräfte der Business-IT langten in den vergangenen Monaten tief in ihre Kassen, um sich ein modernes Portfolio zu verschaffen. SAP, Oracle und IBM investierten allesamt enorme Summen ins Cloud-basierende Talent-Management.

Was trieben die "Fantastic Four" des Internet?

Googlehatte sich schon Anfang des Jahres mit der Übernahme des Mobility-Konzern Motorola verausgabt. Der eindrucksvolle Einstieg ins Hardwaregeschäft kostete rund zwölf Milliarden Dollar.

Facebook war im Jahr 2012 vor allem mit dem eigenen Börsengang beschäftigt. Doch bevor sich der Social-Media-Pionier im Mai in den freien Aktienhandel stürzte, fand er zuvor noch die Zeit, sich für eine Milliarde mit dem Fotodienst Instagram zu verstärken.

Auch Amazon Amazon zeigte bemerkenswerte Aktivitäten: Mit der Übernahme von Kiva Systems hofft der Online-Händler auf mehr Automatisierung in den eigenen Warenlagern, immerhin ließ sich der Online-Händler die Akquisition 775 Millionen Dollar kosten. Die Akquisition zielte also in erster Linie nicht auf eine Ausweitung des Portfolios, sondern auf verbesserte interne Abläufe.

Einzig Apple hielt sich mit Akquisitionen vergleichsweise zurück. Der Konzern sah offenbar keinen Notwendigkeit (oder Gelegenheit) sein Portfolio zu ergänzen oder Know-how einzukaufen. Einzig mit der Übernahme des Security-Spezialisten AuthenTec für 365 Millionen Dollar setzte Apple ein Ausrufezeichen.

In der Bilderstrecke finden Sie eine Übersicht über die größten Übernahmen des Jahres 2012.