Hacking-Top-15

Die größten Cyberangriffe auf Unternehmen

Florian Maier beschäftigt sich in erster Linie mit dem Themenbereich IT-Security. Daneben schreibt er auch über reichweitenstarke und populäre IT-Themen an der Schnittstelle zu B2C und ist für den Facebook-Auftritt der COMPUTERWOCHE zuständig. Er schreibt hauptsächlich für die Portale COMPUTERWOCHE und CIO.
Arved Graf von Stackelberg leitet das Continental Europa Geschäft für den Anwendungssicherheits-Spezialisten Veracode. Neben mehr als 12 Jahren Erfahrung in der Führung von bekannten Unternehmen aus dem Anwendungs-, Sicherheits- und Entwicklungsumfeld bringt er beinahe 20 Jahre Führungserfahrung aus der IT Industrie mit. Graf Stackelbergs beratender Ansatz führte sehr erfolgreich in einigen der größten und komplexesten Organisationen weltweit dazu, das diese mit der Einführung neuer Technologien sowohl ihre Geschäftsziele erreichten als auch deren Sicherheit auf die nächste Ebene heben konnten.

Frank Kölmel ist Vice President Central & Eastern Europe bei FireEye. Das Unternehmen hat sich auf den Schutz von Unternehmen vor bisher unbekannten Cyberangriffen spezialisiert. Schwerpunkte von Frank Kölmel, der auf mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Netzwerk- und Internetbranche zurückblicken kann, sind Ausbau und Festigung der Position des Unternehmens in der D-A-CH-Region und Osteuropa. 

Cyberattacken gehören für Unternehmen auf der ganzen Welt mittlerweile zum Alltag. Wir zeigen Ihnen die größten Hacks der letzten Jahre und werfen einen Blick auf die IT-Security-Zukunft deutscher Unternehmen.

Trotz steigender Investitionen in IT-Security: Die Hacker werden nicht müde, nach immer neuen Einfallstoren in Unternehmen und Organisationen zu suchen, um diese für ihre Zwecke auszunutzen. In Deutschland war es Unternehmen bislang möglich, Cyberattacken und Hackerangriffe - zumindest vor der breiten Öffentlichkeit - "unter den Teppich" zu kehren. Das wird künftig dank des IT-Sicherheitsgesetzes und der damit einhergehenden Informationspflicht für Unternehmen nicht mehr so ohne Weiteres möglich sein - eine anonymisierte Meldepflicht wird zumindest dafür sorgen, dass das Bewusstsein für das Thema IT-Security wächst.

In den USA wurde eine nicht anonymisierte Informationspflicht für Unternehmen bereits 2002 in den meisten Bundesstaaten gesetzlich verankert - entsprechend groß werden Cyberangriffe auch an die Glocke gehängt: Zuletzt sorgte beispielsweise der Cyberangriff auf die Fast-Food-Kette Wendy's für Schlagzeilen. Mit Unterstützung der Security-Spezialisten von Veracode zeigen wir Ihnen die größten Hackerangriffe der letzten Jahre in unserer Bildergalerie.

Die hier vorgestellten Sicherheitslücken sollen keine Kritik an den betroffenen Unternehmen darstellen. Es geht hierbei nicht um Schuldzuweisungen sondern darum, die Auswirkungen selbst kleinster Sicherheitslücken auf die digitale Sicherheit darzulegen. Jede noch so kleine Unaufmerksamkeit kann Unternehmen - und deren Kunden - teuer zu stehen kommen. Dabei wären viele Fälle von Unternehmens-Hacks vermeidbar gewesen, hätte eine gründliche Sicherheitsprüfung stattgefunden.

Folgen eines Cyberangriffs

Die Folgen eines Hackerangriffs auf ein Unternehmen sind dabei oft schwerwiegender als die eigentliche Attacke: Schadenersatzforderungen - etwa von betroffenen Kunden - können bei einem Hack schnell in die Millionen gehen, vom zu erwartenden Imageschaden ganz zu schweigen. Um sich gegen diese (und andere) Folgerisiken einer Cyberattacke abzusichern, setzen laut einer Umfrage von "The Risk Management Society" bereits 51 Prozent der Risikomanager in US-Unternehmen auf eine Cyber-Risk-Versicherung.

Doch trotz aller IT-Security-Maßnahmen und Cyber-Risk-Versicherungen: die Zahl der Cyberattacken auf Unternehmen wird im Laufe der nächsten Jahre nicht sinken - im Gegenteil. Der jährliche "Verizon Data Breach Report" zählte für das Jahr 2014 weltweit 80.000 Cyberangriffe. Gegenüber dem Jahr 2013 bedeutete das einen Anstieg von 55 Prozent.