CW Spezial Top 100 - Systemhäuser

Die 25 größten Systemhäuser

Dr. Ronald Wiltscheck
Ronald Wiltscheck widmet sich bei ChannelPartner schwerpunktmäßig den Themen Software, Security und E-Commerce. Außerdem ist er im Event-Geschäft tätig. In seiner Freizeit liest und hört er Bücher aus Wissenschaft, Technik und Geschichte - wohl ein Überbleibsel seines Studiums der Naturwissenschaften und von Geschichte als Abiturfach.
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Allgeier kauft ein

Die Nummer fünf im Systemhaus-Ranking 2011 ist die Allgeier Holding AG. Sie hatte 2010 erstmals überhaupt den Sprung in die Systemhaus-Liste geschafft, nachdem sie 2009 wesentliche Bestandteile der insolventen TDMi-Gruppe übernommen hatte. Im letzten Jahr setzten die Münchner diese Akquisitionspolitik fort und verleibten sich einige Unternehmen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Benelux-Staaten ein, darunter auch die insolvente norddeutsche BSH-Gruppe.

All dies führte 2010 zu einem Umsatzsprung über die Viertelmilliarde-Euro-Marke. Die Strategie des Wachstums durch Übernahmen scheint das Management auch in diesem Jahr fortzusetzen. Im Juli 2011 gönnte sich die Allgeier Holding die Übernahme eines US-amerikanischen Softwarehauses.

Weitere Platzierungen

Im Inland hinkt Fritz & Macziol dem Konkurrenten hinterher und muss sich daher mit Rang sechs begnügen. Aber gemessen an den internationalen Einnahmen 2010 muss sich das Ulmer Systemhaus nicht verstecken, es nahm im vergangenen Jahr weltweit 260 Millionen Euro ein. Auch 2011 will man vor allem im Ausland wachsen: Die Standorte Philippinen und Singapur sollen ausgebaut werden. In Europa steht besonders die Schweiz im Fokus. Dort hat Fritz & Macziol 2010 mit der Penta Group ein Unternehmen übernommen, dessen Portfolio das eigene Managed-Services-Angebot ergänzt.

Hinter diesen sechs führenden Systemhäusern tut sich bereits eine kleine Lücke auf: Es folgen Ada, Dimension Data und Profi Engineering mit Jahresumsätzen knapp über 150 Millionen Euro. Was Ada betrifft, liegen dem Ranking Schätzungen der Redaktion zugrunde. Als verbürgt gelten auf jeden Fall die Erlöse in Höhe von 156,6 Millionen Euro im Jahr 2009. Ebenso ungewiss ist der geschätzte Jahresumsatz von knapp 100 Millionen Euro von Insight Technology Solutions. Dort gilt nur der Jahreserlös von 97,8 Millionen Euro aus dem Jahr 2008 als gesichert.

Allerdings könnten die Umsätze von Insight Deutschland im laufenden Jahr sogar noch gegenüber den Vorjahren fallen, denn Ende Juli 2011 hat sich die Münchner Niederlassung von 50 Mitarbeitern getrennt und die Betreuung der Kunden in Westeuropa komplett nach Großbritannien verlagert. Dafür will das Systemhaus künftig nicht nur Software, sondern auch Hardware verkaufen, ferner wolle man "mehr Services" anbieten, teilte das Unternehmen mit.

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