Alternative Dienste

Der Google-freie Desktop

Joachim Hackmann ist Principal Consultant bei Pierre Audin Consulting (PAC) in München. Vorher war er viele Jahre lang als leitender Redakteur und Chefreporter bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Am 1. April wird Googles gern von Datenschützern kritisierter E-Mail-Dienst Googlemail fünf Jahre alt. Hier gibt es Alternativen zu gängigen Google-Diensten.

Der Internet-Konzern Google hortet Daten. Wenn Nutzer Services wie Suchmaschine, Mail-Dienste, Routenplaner, Web-Applikationen, News-Suche, Kalender, soziale Netze und Einkaufsführer nutzen, geben sie viele persönliche Informationen preis. Weil Google zu einer der wichtigsten Anbieter im Web aufgestiegen, zugleich wenig über die interne Verwendung der gesammelten Daten und über die Funktionen der Cookies preisgibt, rückt der Konzern zunehmend in das Interesse von Datenschützer.

Zuletzt entzündeten sich Proteste auch an Googles Vorhaben, Millionen von Büchern aus amerikanischen und europäischen Bibliotheken zu digitalisieren. Das Unternehmen holt dazu nicht die Einwilligung der Autoren oder Inhaber der Urheberrechte ein. Die Betroffenen können im Nachhinein Einspruch erheben. Auch mit dem Börsenverein des deutschen Buchhandels habe Google noch keine Gespräche in dieser Sache aufgenommen, berichtete die Süddeutsche Zeitung.

Das Beispiel zeigt, das Google bisweilen sehr ruppig mit den Rechten anderer verfährt. Spiegel Online meldete Mitte März, dass die US-amerikanische Datenschutz-Organisation Electronic Privacy Information Center (EPIC) warnt: vertrauliche Informationen seien bei Google nicht sicher.

Ganz offensichtlich ist es sinnvoll, sich nach Alternativen umzusehen.