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DB2 Everyplace bekommt Schnittstelle zu .NET

12.11.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM dehnt das Einsatzspektrum seiner Datenbank DB2 Everyplace im Bereich von Handhelds aus. Das Unternehmen kündigte jetzt Version 8 der Software an, die nun auch Schnittstellen zu Microsofts .NET Framework sowie .NET Compact Framework besitzt. Diese Interfaces sollen die Entwicklung von mobilen Anwendungen auf Windows-basierenden Workstations, Servern sowie mobilen Endgeräten und Pocket-PC-Systemen vereinfachen. "Mit der neuen Version können Entwickler jetzt auch Visual Studio .NET nutzen, um Datenbank-Applikationen zu schreiben", erklärt Jay Pederson, Product Manager für Mobile Computing bei IBM. Mit der Software, so Perderson, werde die Entwicklungszeit halbiert, weil die Visual Studio nun drag-and-drop angewandt werden könne und eine aufwändige, manuelle Kodierung überflüssig werde. Die neuen Version verbessert laut Anbieter auch das Application Development

für Java durch die Integration mit IBMs J9 Java Virtual Machine. Außerdem soll ein Plug-in für das Tool Websphere Studio Entwicklern beim Schreiben mobiler Anwendungen für die PalmOS- und Pocket-PC-Plattform helfen.

Neben DB2 Everyplace hat IBM mit "DB2 Everyplace Express" auch eine Ausführung der Datenbanksoftware für kleine und mittelständischen Firmen auf den Markt gebracht. Mit dem Produkt adressiert der Hersteller Unternehmen mit bis zu 1000 Mitarbeitern. Während die "Enterprise Edition" von DB2 Everyplace 15.000 Dollar pro Prozessor und unbegrenzter Anwenderzahl kostet, sind für die Express-Version 379 Dollar pro Server sowie 79 Dollar pro Nutzer zu bezahlen. Die Server-Komponente von Express, die zur Synchronisierung der Handhelds erforderlich ist, kann derzeit allerdings nicht in Cluster-Systemen eingesetzt werden und läuft nur auf Windows und Linux. (pg)