Versionen, Hardware und Lizenzen

Das Ökosystem um Windows 8 wird größer

Moritz Jäger ist freier Autor und Journalist in München. Ihn faszinieren besonders die Themen IT-Sicherheit, Mobile und die aufstrebende Maker-Kultur rund um 3D-Druck und selbst basteln. Wenn er nicht gerade für Computerwoche, TecChannel, Heise oder ZDNet.com schreibt, findet man ihn wahlweise versunken in den Tiefen des Internets, in einem der Biergärten seiner Heimatstadt München, mit einem guten (e-)Buch in der Hand oder auf Reisen durch die Weltgeschichte.
Mit Windows 8 überarbeitet Microsoft auch sein komplettes Ökosystem. So ändern sich die Windows-Versionen und Lizenzmodelle. Ebenso werden die Mindestanforderungen und die unterstützten Hardwarekomponenten neu definiert.
Microsoft hat dem Ökosystem rund um Windows einen neuen Anstrich zu verpasst.
Microsoft hat dem Ökosystem rund um Windows einen neuen Anstrich zu verpasst.
Foto: Microsoft

Mit Windows 8 hält nicht nur eine ganze Reihe an neuen und überarbeiteten Funktionen Einzug.Microsoft nutzt die Gelegenheit auch, um dem Ökosystem rund um Windows einen neuen Anstrich zu verpassen. Das betrifft nicht nur neue Hardware oder Formfaktoren für Geräte, sondern auch die verfügbaren Versionen sowie die unterschiedlichen Lizenzbedingungen.

Weniger Versionen, mehr Übersicht

Der Acer Aspire 7600U wartet mit einem Touch-Display auf.
Der Acer Aspire 7600U wartet mit einem Touch-Display auf.
Foto: Microsoft

Microsoft hat sich die Kritik an der Versionsvielfalt von Windows 7 zu Herzen genommen. Statt wie bisher sieben wird es lediglich vier verschiedene Versionen von Windows 8 geben. Der klassische Endkunde wird auf seinem Rechner wahrscheinlich "Windows 8" installieren. Diese Version verzichtet auf das Windows Media Center sowie Firmen- und Enterprise-Funktionen wie Group Policy, AppLocker oder Windows To Go. Komplett neu ist "Windows 8 RT". Diese Variante wird es nicht im Laden oder als Volumenlizenz geben. Sie wird ausschließlich an die Hersteller von Windows-8-Tablets mit ARM-Chipsatz ausgeliefert. Im Funktionsumfang ähnelt Windows 8 RT der normalen Version von Windows 8, allerdings fehlt etwa der Windows Media Player oder die Unterstützung für klassische Windows-Anwendungen. Dafür erhalten alle Geräte eine Verschlüsselungsfunktion sowie die Microsoft Office Apps. Für den Einsatz im Enterprise wäre es aber praktisch, wenn Microsoft noch Unternehmensfunktionen wie Direct Access optional nachlieferte.

Lizenzen für Windows 8

Die Asus-Vivo-Reihe ist eine der Alternativen zum Android-Tablet.
Die Asus-Vivo-Reihe ist eine der Alternativen zum Android-Tablet.
Foto: Microsoft

Was die Lizenzen angeht, wird es wie immer eine OEM-Lizenz geben, die für Hersteller von PCs und Laptops gedacht ist. Neu ist dabei die "OEM Activation". Sie erlaubt den Herstellern, Windows 8 auf dem PC vorzuinstallieren und zu aktivieren, so dass der Nutzer sie nicht mehr selbst in Betrieb nehmen muss.

Enterprise-Kunden erhalten wie bisher die Option für Volumenlizenzen. Wer Windows 8 im Laden kaufen möchte, der bekommt die Standard-Lizenz. Diese erlaubt die Installation von Windows oder ein Upgrade von einer früheren Windows-Variante. Upgrades sind nicht nur von Windows 7 möglich, sondern auch für Nutzer von Windows XP und Vista. Bis zum 31. Januar 2013 soll es dieses Upgrade zu besonders günstigen Konditionen geben, wahlweise als Download oder DVD-Version.

Zumindest für die USA hat Microsoft noch eine zusätzliche Lizenzform angekündigt: die "Personal Use License" (System Builder). Sie erlaubt das Betreiben einer Version von Windows 8 auf einem physikalischen oder virtuellen System. Ob und wann diese Lizenz nach Deutschland kommt, ist noch nicht bekannt.