10 Fakten zur ISDN-Alternative SIP-Trunking

Das Aus für ISDN - was Sie jetzt wissen müssen

Head of Global Services Germany bei Orange Business Services  



 

 

 

 

 

Orange Business Services

Bis Ende 2018 will die Deutsche Telekom ihr Netz auf All IP umstellen - ISDN ist dann endgültig tot. Knapp vier Millionen Telekom Kunden müssen bereist Ende 2014 ohne ISDN leben. Wir zeigen was Sie über die ISDN-Alternative SIP-Trunking wissen sollten.
Die Tage des klassischen TK-Netzes sind gezählt, die Zukunft dürfte dem SIP-Trunking gehören.
Die Tage des klassischen TK-Netzes sind gezählt, die Zukunft dürfte dem SIP-Trunking gehören.
Foto: Telekom AG

SIP-Trunking hat in den letzten Jahren viel Aufmerksamkeit bekommen und gewinnt immer mehr an Bedeutung. Laut Diane Myers, Principal Analyst für Voice over IP, Unified Communications und Information Management Systeme bei Infonetics Research nimmt die Akzeptanz für SIP-Trunking zu, weil Unternehmen versuchen, die Zuverlässigkeit ihrer Kommunikationsservices zu verbessern und gleichzeitig die Kosten dafür zu senken. Sie geht davon aus, dass 2015 bereits 58 Prozent der großen Unternehmen SIP-Trunking einsetzen werden.

Aber was verbirgt sich hinter SIP-Trunking genau? Was kann SIP-Trunking, was sind die Vorteile und Nachteile davon? Welche Unternehmen sollten SIP-Trunking in Erwägung ziehen und warum? Worauf sollte man achten, wenn man auf SIP-Trunking umstellt?

Die folgenden 10 essenziellen Fakten und Tipps rund um SIP-Trunking fassen die Antworten auf diese Fragen und was man über SIP-Trunking wissen sollte, zusammen:

1. SIP-Trunks und PSTN

SIP-Trunks sind das Mittel der Wahl für die Verbindung von mehreren Anschlussstellen und um ins Public Switched Telephone Network (PSTN) zu kommen. Ein SIP-Trunk ist eine IP-Verbindung zwischen einem Enterprise-Unified-Communications-System und einem SIP-Trunking Service Provider über den Session Border Controller (SBC). Die Trunks enden entweder zentral wie beispielsweise im zentralen Rechenzentrum des Unternehmens oder lokal in kleineren Zweigstellen.

2. SIP-Trunks ersetzen TDM- und H.323 Trunks

Mit SIP-Trunks lassen sich alte Time-Division Multiplexing (TDM)-Trunks komplett ersetzen, Verbindungen ins PSTN konsolidieren und Unified Communications (UC) mit allen verfügbaren Merkmalen unternehmensweit ausrollen. SIP-Trunks sind die dritte Stufe in der Evolution von Voice-over-IP-Trunking und folgen auf TDM- und H.323-Trunks.

3. 40 Prozent Sparpotenzial

Mit SIP-Trunks kann man einerseits bei den Zugangskosten sparen, andererseits bei den tatsächlichen Traffic-Kosten. Abhängig vom bestehenden Aufbau rangiert das Einsparpotenzial zwischen 10 und 40 Prozent. Die Gründe für Einsparungen sind vielfältig: Dazu zählen die Eliminierung von Primärmultiplexanschluss-Gateways, der Wegfall verschiedener Verträge mit mehreren Service Providern und geringere laufende Kosten. Die zentrale Abrechnung und Kommunikation mit einem Provider sorgen für den schnellen Durchblick bei den Ausgaben für Telefonie und UC.

4. SIP-Trunks als Turbo für UC-Strategien

SIP-Trunks ermöglichen die Implementierung von UC im ganzen Unternehmen, weil sie Funktionalitäten wie Präsenzanzeige und Multi-Kanal-Kommunikation nahtlos integrieren. Tatsächlich werden die Einsparungen, die sich mit SIP-Trunking erzielen lassen, bei vielen Unternehmen mittlerweile sogar als Rechtfertigung für eine komplette UC-Transformation herangezogen. Mit SIP-Trunks haben die Anwender Zugang zur vollen UC-Funktionalität über eine einzige Nummer unabhängig davon, auf welchem Netzwerk sie unterwegs sind und welches Endgerät sie gerade nutzen.