HP ProCurve Open Network Ecosystem

Cisco-Konkurrenten proben den Aufstand

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Im Rahmen des HP ProCurve Open Network Ecosystem (ONE) will die Netzwerksparte von Hewlett-Packard Unternehmen gemeinsam mit Kooperationspartnern eine Alternative zu Cisco-Produkten bieten.

Das Timing hätte nicht besser sein können: Wenige Tage nach dem Bekanntwerden von Gerüchten, dass Cisco mit dem Bau eigener Blade-Server (Codename California) in das Territorium von Hewlett-Packard eindringen will, feuert HPs eigene Netzwerksparte ProCurve eine Breitseite gegen den Riesen. Mit dem ProCurve Open Network Ecosystem (ONE) präsentierte der Hersteller ein Programm, welches Anwenderfirmen auf Basis von ProCurve-Infrastruktur und den Applikationen verschiedener Kooperationspartner eine Alternative zu allen möglichen Cisco-Produkten bieten soll.

HP ProCurve ONE
HP ProCurve ONE

Dank der abgestimmten Lösungen und der auf offenen Standards basierenden Plattform hätten von Budgetzwängen geplagte IT-Manager die Möglichkeit, sich aus der Abhängigkeit von proprietären Produkten eines einzigen Anbieters zu befreien, ohne ihre Qualitätsansprüche zurückfahren zu müssen, erklärte Enterprise VP und General Manager HP ProCurve, Marius Haas.

Die in punkto Interoperabilität getesteten und zertifizierten Applikationen können laut HP in unabhängigen Standalone-Appliances oder HP-Blade-Systemen implementiert werden. Zusätzlich ist es in naher Zukunft aber auch möglich, speziell zertifizierte Lösungen als integrierte Applikationen auf Modulen für ProCurve-Switches vom Typ "5400 zl" oder "8212zl" zu nutzen. Auf diese Weise, so wirbt HP ProCurve, ließen sich die Betriebskosten senken, während der verfügbare Platz für Racks besser ausgenutzt wird. Die Entstehung möglicher Flaschenhälse werde durch zwei integrierte 10-Gigabit-Schnittstellen verhindert.

Die Liste der Partner des ProCurve Open Network Ecosystem kann sich sehen lassen: Im Bereich Netzsicherheit finden sich Microsoft ( NAP - "Network Access Protection") und McAfee, F5 übernimmt Load-Balancing im LAN während Riverbed - bereits seit drei Jahren Kooperationspartner von HP - den verbesserten Transport von Daten im WAN ermöglichen soll. Avaya und Aastra wiederum decken die Themen IP-Telefonie und Unified Communications ab. Weitere Mitglieder sind AirTight Networks, Ekahau, InMon, .vantronix und VBrick.

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