Bundesnetzagentur senkt die Terminierungsentgelte

08.11.2006
Die Bundesnetzagentur hat die Preise für die Durchleitung in andere Mobilfunknetze festgelegt. Ab 23. November sollen die neuen, niedrigeren Tarife für die Netzbetreiber in Kraft treten.

Handytelefonate könnten billiger werden. Wie aus Branchenkreisen zu erfahren war, hat die Bundesnetzagentur den Netzbetreibern harte Preisvorgaben vorgelegt. So sollen die beiden Großen T-Mobile und Vodafone künftig nur noch 8,8 Cent pro Minute für die Durchleitung eines Gespräches verlangen dürfen. E-Plus und O2 können etwas mehr berechnen, die Bundesnetzagentur hat bei ihnen die Durchleitungspreise auf 9,9 Cent je Minute begrenzt.

Damit sinken die Preise für die sogenannten Terminierungsentgelte um 2,2 Cent bei T-Mobile und Vodafone, beziehungsweise 2,5 Cent bei E-Plus und O2. Das wird ein herber Schlag für die Netzbetreiber, hatten sie doch erst kürzlich unisono eine Senkung der Durchleitungspreise abgelehnt. E-Plus und O2 haben im Gegenteil sogar eine Anhebung von 12,7 Cent auf 20 Cent pro Minute beantragt. Auch T-Mobile plante eine geringfügige Anhebung von derzeit 11 Cent auf 12,17 Cent. Die Betreiber begründeten die Anhebung mit erhöhten Kosten für den Aufbau der Mobilfunknetze. Nur Vodafone war mit den derzeitigen Preisen von 11 Cent zufrieden.

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