Blade-Rechner vor dem Durchbruch

Kriemhilde Klippstätter ist freie Autorin und Coach (SE) in München.
Steckbaren Servern gehört im Rechenzentrum die Zukunft, prophezeien Marktforscher. Ihr Vorteil: Sie bieten viel Rechenleistung auf kleinstem Raum.Fast alle großen Hersteller haben sie im Angebot, lassen sich mit Blades doch moderne Infrastrukturen für On-Demand-Computing einfacher aufbauen. Allerdings experimentiert die Branche noch mit Formfaktoren. Standards sind nicht in Sicht.

"Das Konzept der Blade-Server ist so nahe liegend, dass man sich wundert, nicht selbst auf die Idee gekommen zu sein", erklärte ein Industrieanalyst, als der Hersteller RLX im Jahr 2001 die ersten steckbaren Server vorstellte und damit einige Technologiepreise einheimste.

Die Idee der Blade-Server wird jetzt auch auf Desktop-PCs übertragen. Clearcube-Benuzer sind über den User Port mit dem PC verbunden - und der steht im Rechenzentrum. (Foto: Clearcube)

Zu diesem Zeitpunkt galten noch die flachen, im Rack stapelbaren Server mit Gehäuse ("Pizzaboxen") als Innovation im Rechenzentrum. Damit konnte zwar die Rechenleistung pro Quadratmeter Standfläche im Vergleich zu Servern im Tower-Gehäuse deutlich erhöht werden, aber die Administratoren kämpften mit dutzenden von Kabeln: Tastatur, Maus, Stromversorgung, Ethernet-Verbindung, Speicher-Adapter und serielles Kabel für Remote Management sorgten an der Rückseite der Racks für ein unentwirrbares Knäuel.

Mehr Leistung pro Quadratmeter