Bitkom-Vize Harms singt das Hohe Lied auf Outsourcing

19.09.2006
Der Vizepräsident des Branchenverbands Bitkom sieht großen Nachholbedarf bei deutschen Unternehmen und in der Verwaltung.

Bitkom-Vizepräsident Jörg-Menno Harms hat auf dem „4. Anwenderforum Outsourcing“ in Frankfurt am Main kräftig die Werbetrommel für das Outsourcing gerührt. Vom „Megatrend Outsourcing " seien alle Wirtschaftszweige und die öffentliche Verwaltung betroffen, so der Verbandssprecher. Immer mehr Unternehmen würden in Zukunft nur noch die Aufgaben selbst erledigen, die sie nicht günstiger einkaufen könnten. Alles andere werde gemeinsam mit Partnern entwickelt, gefertigt und vermarktet.

Flexible Organisationsformen und entsprechende Mitarbeiterfähigkeiten sind dabei gefragt. Harms: „Je bewusster und schneller wir den Anpassungsprozess gestalten, umso größer sind die Chancen für unseren Wirtschaftsstandort.“ Gegenüber Großbritannien und den USA macht der Bitkom beim Geschäftsprozess-Outsourcing einen Rückstand von fünf Jahren aus. Besonders groß sei der Nachholbedarf im öffentlichen Bereich. Die größten Hemmnisse seien eine nicht am Leistungsprinzip orientierte Verwaltungsführung, unzeitgemäße rechtliche Vorgaben und überkritische Personalvertretungen. Dabei könnten die Behörden zum Beispiel mit besseren IT-Infrastrukturen und Arbeitsverfahren bis zu 30 Prozent der Kosten sparen.

Inhalt dieses Artikels