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Bitkom: Stimmung steigt zum Jahresende

05.12.2006
Der Stimmungsindex der deutschen IT-Branche ist laut einer Umfrage des Branchenverbands Bitkom im vierten Quartal weiter gestiegen. Auch vor dem kommenden Jahr ist den Anbietern nicht bange.

"Alles spricht für eine Jahresendrally bei Hightech-Produkten und -Diensten", erklärte Willi Berchtold, Präsident des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien. Laut der jüngsten Branchenbefragung stieg der Stimmungsindex der IT-Branche im vierten Quartal des laufenden Jahres um 6,4 Punkte auf 47,2 Zähler. Rund zwei Drittel der befragten Unternehmen rechneten im Schlussquartal mit steigenden Umsätzen.

Dies sei nach Einschätzung der Verbandsverantwortlichen jedoch auch auf die anstehende Mehrwertsteuererhöhung ab Januar 2007 zurückzuführen. "Manche Privatkunden ziehen größere Anschaffungen vor", so Berchtold. Besonders gefragt seien aktuell Flachbild-TV-Geräte, DVD-Rekorder und Notebooks.

Trotz des Ansturms zum Jahresende will der Bitkom von einer abflauenden Nachfrage im kommenden Jahr nichts wissen. 2007 müssten die Kunden trotz steigender Mehrwertsteuer nicht mit höheren Preisen für Hightech-Produkte rechnen, wiegeln die Verbandsverantwortlichen ab. Das habe eine Umfrage unter den Anbietern ergeben.

Daher blicken die Unternehmen auch optimistisch ins kommende Jahr. Etwa 70 Prozent der Firmen rechneten mit steigenden Einnahmen. Besonders optimistisch seien die Anbieter von Software und Services. Rund 85 Prozent der Softwarehersteller und zirka 75 Prozent der Dienstleister gingen von wachsenden Umsätzen aus. Beide Branchen würden vor allem von hohen Investitionen der freien Wirtschaft sowie der öffentlichen Hand profitieren.

Dagegen sind die Erwartungen der Hardwarehersteller und Telekommunikationsanbieter verhaltener. Diese rechnen zu 56 beziehungsweise 50 Prozent mit einem Umsatzplus für 2007. Alles in allem stabilisiert sich die Branche weiter. Der Bitkom bestätigte seine Wachstumsprognose für das kommende Jahr. Demnach soll der deutsche ITK-Markt inklusive Unterhaltungselektronik 2007 um 1,6 Prozent auf ein Gesamtvolumen von 148,8 Milliarden Euro zulegen.

Auf die Arbeitsplätze schlägt sich diese Entwicklung bislang nicht nieder. "Unter dem Strich bleibt die Beschäftigung in der Branche stabil", lautet Berchtolds Fazit. Während bei Softwareanbietern, Dienstleistern und Internet-Companies neue Stellen geschaffen wurden, bauten Hardwarehersteller und Telcos Personal ab. Aktuell arbeiteten rund 800 000 Menschen in der deutschen ITK-Industrie.

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