Plus Thunderbolt Display

Apple erneuert MacBook Air, Mac mini und Mac OS X

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Nach den exzellenten Quartalszahlen von gestern gibt es heute eine ganze Reihe von Produktneuheiten von Apple, darunter auch Mac OS X Lion.
Apple MacBook Air mit 11- und 13-Zoll-Display
Apple MacBook Air mit 11- und 13-Zoll-Display
Foto: Apple

Das Flachmann-Notebook MacBook Air hat Apple mit aktuellen "Sandy-Bridge"-Prozessoren von Intel bestückt, mit "Thunderbolt"-I/O versehen sowie mit einer hintergrundbeleuchteten Tastatur ausgestattet. Apple verbaut darin nun Core-i5- und Core-i7-Dual-Core-Prozessoren, die doppelt so schnell arbeiten sollen wie der Core-2-Duo-CPUs der vorigen MacBook-Air-Generation. Ebenfalls neu sind die Intel-Chipsatzgrafik "HD 3000" und bis zu 4 Gigabyte 1333-Megahertz-Arbeitsspeicher. Apple bietet wie gehabt vier Standardkonfigurationen an, je zwei mit elf und 13 Zoll Bildschirmdiagonale. Die Preise wurden teilweise leicht gesenkt und reichen nun von 949 bis 1499 Euro.

Apropos MacBook: Mit Einführung der neuen Air-Modelle hat Apple heimlich, still und leise das weiße MacBook mit Polycarbonat-Unibody-Gehäuse aus dem Programm genommen und damit auch die letzten Remineszenzen an das einstige iBook getilgt. Studierende, bei denen das MacBook auch zuletzt noch wegen es für Apple-Verhältnisse günstigen Preises beliebt war, sollen nun vermutlich zum kleinen Air-Modell greifen.

Der Mac mini hat kein optisches Laufwerk mehr.
Der Mac mini hat kein optisches Laufwerk mehr.
Foto: Apple

Auch im Kompaktrechner Mac mini werkeln nun Sandy-Bridge-Prozessoren. Bei im Wesentlichen unveränderter Optik verzichtet Apple in der neuen Generation nun vollständig auf das bisher noch verbaute optische Laufwerk (dafür kann das Gerät auf die anderer PCs und Macs im Netz zugreifen). Apple bietet den neuen Mac mini, der ab 599 Euro zu haben ist, mit Core i5/i7 und dedizierter Grafik (ATI Radeon HD 6630M) sowie in einer Server-Variante mit Quad-Core-Core-i7 an. Optional kann man den Mac mini - der nun natürlich ebenfalls Thunderbolt-I/O bietet - mit unter anderem 8 GB Arbeitsspeicher, einer schnelleren Festplatte (7200 U/min) oder einer 256-Gigabyte-SSD ordern.

Alle neuen Rechner kommen bereits mit der neusten Version 10.7 "Lion" des Apple-Betriebssystems Mac OS X. Diese ist seit heute Nachmittag auch im Mac App Store erhältlich (Preis 23,99 Euro, Downloadgrößte 3,74 Gigabyte) und bietet mehr als 250 neue Funktionen wie neue Multi-touch-Gestern, systemweite Unterstützung für Vollbild-Apps, die "Mission-Control"-Ansicht über alle laufenden Anwendungen, das "Launchpad" für Programme und ein runderneuertes Email-Programm. Dazu kommen die Systemfunktionen Resume, Automatisch Sichern und Versionen, die dem Anwender eine Menge Arbeit abnehmen.

Lion ist ein deutlicher Schritt in Richtung einer Zusammenführung des Desktop-Betriebssystems Mac OS X mit dem mobilen iOS. Für den Nutzer wird das an den Vollbild-Programmen besonders augenfällig. Außerdem hat Apple in Mac OS X 10.7 das Scrolling "invertiert", sprich: Wenn man eine Seite nach unten rollen will, muss man (eigentlich natürlich) auch den Scrollbalken in diese Richtung bewegen. Bei Windows und überall sonst ist das bekanntlich genau umgekehrt.