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Analysten senken Prognosen für PCs und Windows-XP

26.09.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Investment-Bank Credit Suisse First Boston (CSFB) rechnet damit, dass die Verkaufszahlen von PCs in diesem Jahr gegenüber 2000 um 14 Prozent zurückgehen. In bisherigen Prognosen war CSFB von einer im Vergleich um sechs Prozent niedrigeren Nachfrage ausgegangen. Als Grund nannte die Investment-Bank ein gesunkenes Kaufinteresse in Folge der US-Anschläge. Auch Windows XP wird nach Meinung von Analyst Kevin McCarthy einen schwachen Start haben, da der Erfolg an die Vermarktung neuer PCs gekoppelt ist. Anwender, die ein reines Software-Update planen, werde es wohl kaum geben, da diese ihre Rechner gleichzeitig einer teilweisen oder gar vollständigen Hardware-Erneuerung unterziehen müssten. Die Industrie hatte darauf gesetzt, dass der XP-Launch die Nachfrage nach PCs in die Höhe schnellen lassen würde. Gegenwärtig deutet jedoch alles darauf hin, dass sich das Interesse in Grenzen halten

wird.

Im nächsten Jahr soll der PC-Markt laut CSFB wieder um zehn Prozent wachsen - allerdings gemessen an den relativ schwachen Zahlen dieses Jahres. McCarthy empfiehlt in diesem Zusammenhang Aktien von Dell und IBM, warnt jedoch vor Papieren der Firmen Apple, Gateway, Compaq und Hewlett-Packard. Seinem Bericht zufolge besteht bei den letzten vier Unternehmen im nächsten Jahr ein signifikantes Risiko von Gewinnwarnungen. Die erwartete Kurserholung werde sich daher in Grenzen halten. CSFB senkte seine Prognosen für alle sechs Firmen.