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Service Oriented Architecture & Business Process Management

Enterprise Architecture

Sind Sie fit für EAM?

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von Dirk Stähler (Fachautor und Experte für innovative Organisations- und Prozessgestaltung in Unternehmen)
Wie Sie im Vorfeld eines EAM-Projekts abschätzen, ob Sie die Pflege der Enterprise Architecture überhaupt leisten können.

Foto: Fotolia, G. Menzl

Das Konzept einer Enterprise Architecture ist nicht neu. Bereits in den 80er Jahren wurden die grundlegenden Ideen unter anderem von John Zachman beschrieben. Heute erhält die Idee jedoch im Zusammenhang mit Business-Process-Management und Service-orientierten Architekturen (SOA) neue Bedeutung.

Grundsätzlich unterscheiden wir drei EAM-Haupteinsatzgebiete, die einzeln oder in Kombination berücksichtigt werden können. Der erste ist die Dokumentation und Analyse einer gegenwärtigen oder zukünftigen (IT-)Unternehmensstruktur. Dabei handelt es sich um konzeptionelle, entwerfende Tätigkeiten, die im Zusammenhang mit EAM am häufigsten genannt werden. Der zweite Bereich ist das Projektportfolio-Management, welches ebenfalls im Zusammenhang mit EAM diskutiert wird, jedoch mehr planend und verwaltend arbeitet. Schließlich kann man noch das Management einer vorhandenen IT-Infrastruktur, unter anderem im Bereich des Konfigurations-Managements, als operativ beziehungsweise steuernd zum EAM zählen. Für alle drei Bereiche gibt es Hersteller, die ihre Produkte als Enterprise-Architecture-Suite kennzeichnen. Bevor man jedoch Tools auswählt und implementiert, sollte man wissen, was auf einen zukommt.

Das Metamodell

Jedes EAM basiert auf dem Erfassen, Verknüpfen, der Pflege und Auswertung von Informationen, meistens bezogen auf die IT. Ein Modell hilft bei der Kommunikation dieser Informationen. Der Ursprung des Begriffs Modell liegt im italienischen "modello" und bedeutet frei gesprochen in den Naturwissenschaften ein "Abbild der Natur". Wir verstehen in unserem Fall unter einem Modell ein Abbild der realen IT-Welt. Grundlage zum Aufbau eines solchen Modells ist immer ein Metamodell. Hinter dem abstrakt klingenden Begriff steckt eigentlich nichts anderes als die Vorschrift, nach der ein Modell zu entwerfen ist. Es ist damit einfach ausgedrückt die "Bauanleitung" für das zukünftige Modell.

Unabhängig davon, in welchem der genannten drei Bereiche man den Schwerpunkt seiner Enterprise Architecture plant, ist es entscheidend für den Erfolg, dass die Informationsmenge beherrschbar bleibt. Die Größe, mit der sich die Beherrschbarkeit einer EA bestimmen lässt, ist der zu erwartende Pflegeaufwand. Um diesen schnell abschätzen zu können, wird das Metamodell benötigt.

Um eine EA zu überprüfen, bevor Zeit und Geld in den Aufbau investiert werden, gibt es eine wirkungsvolle Methode. Sie dient dem schnellen und einfachen Entwurf einer ersten EA-Metamodellstruktur und der exakten Ermittlung des voraussichtlichen Pflegeaufwands. Selbstverständlich lässt sich auf diesem Weg auch die Überlebensfähigkeit eines bestehenden EAM kontrollieren.

Glossar

Enterprise Architecture (EA):

Eine Enterprise Architecture ist ein konzeptioneller Entwurf, der die Struktur und Arbeitsweise einer Organisation beschreibt. Ziel einer Enterprise Architecture ist es, zu ermitteln, wie die betrachtete Organisation möglichst effektiv aktuelle und zukünftige Ziele erreichen kann.

Business-Process-Management (BPM):

Business-Process-Management umfasst alle Aktivitäten zur effektiven Organisationsgestaltung und -weiterentwicklung. Dazu gehören die Bearbeitung und Messung fachlicher Prozesse sowie die dazu eingesetzte informationstechnische Unterstützung.

Service-orientierte Architektur (SOA):

Eine Service-orientierte-Architektur ist ein Paradigma zur Organisation und Nutzung verteilter Fähigkeiten zur Bearbeitung einer bestimmten Aufgabe. Die genutzten Dienste können dabei unter der Kontrolle verschiedener Anbieter liegen.

Metamodell:

Ein Metamodell ist die ebenfalls mittels eines Modells dargestellte Anleitung zum Entwurf von Modellen.

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