CW-Subnets     |     Executive Briefings     |     Blogs & Forum     |     CW-TV     |     Newsletter     |     RSS
Telekommunikation & Netze
Rubrik nach Firma filtern

Breitband in Deutschland

Zwischen Anspruch und DSL-Wirklichkeit

Drucken |  Empfehlen |  PDF |  Merken | 
von Dr. Stefan Heng, Dr. Stefan Heng ()
Eine breitbandige Infrastruktur ist für einen modernen Industriestaat heute ein Muss, so die einhellige Meinung von Experten. In Deutschland ist davon allerdings wenig zu sehen: Noch immer sind viele Gebiete unterversorgt, und manches Breitbandangebot verdient seinen Namen nicht.

Breitband für alle, diese markige Losung hat Bundeskanzlerin Angela Merkel im Februar ausgegeben. Und bis 2014 sollen gar 75 Prozent der Deutschen einen Anschluss mit 50 Mbit/s und mehr besitzen. Doch die Realität jenseits der hochfliegenden politischen Pläne sieht anders aus: Die Telekom und ihre Konkurrenten streiten sich um die VDSL-Nutzung, nur einige wenige Stadtnetzbetreiber investieren in eigene Glasfasernetze.

Eine standardisierte Lösung für den flächendeckenden Ausbau gibt es nicht.
Eine standardisierte Lösung für den flächendeckenden Ausbau gibt es nicht.

Und diese Eigeninitiative hat Seltenheitswert. Im Buhlen um Subvention setzt sich nur zu oft die standardisierte Logik der öffentlichen Hand durch - wo doch gerade individuelle Lösungen gefragt wären. Denn eine standardisierte Lösung für den flächendeckenden Ausbau gibt es nicht. Eher das Gegenteil ist der Fall: Erfolgreiche Breitbandprojekte basieren meist auf der Initiative der Betroffenen und tragen den besonderen Gegebenheiten vor Ort Rechnung.

Wie wichtig die Breitbandnetze als Wirtschaftsfaktor bereits in naher Zukunft werden, verdeutlicht ein Blick auf die Einschätzungen der OECD. Diese schätzt, dass bis 2011 die Breitbandkommunikation ein Drittel zum Produktivitätszuwachs der hochentwickelten Staaten beiträgt. Schon heute ist zu beobachten, dass die Unternehmen weltweit neue Kommunikationsformen in ihre Prozesse integrieren. Daneben gewinnen auch im privaten Umfeld die interaktiven Web-2.0-Dienste, die sozialen Netzwerke und der Internet-Rundfunk massiv an Zuspruch. All diese "Hyperconnectivity"-Dienste im dienstlichen und privaten Umfeld heizen den Datenhunger an.

Breitbandversorgung: Zirka 40 Prozent aller Haushalte müssen noch ohne Breitbandanbindung auskommen. (Quelle: Bitkom)
Breitbandversorgung: Zirka 40 Prozent aller Haushalte müssen noch ohne Breitbandanbindung auskommen. (Quelle: Bitkom)

So dürfte sich das IP-Daten-Volumen zwischen 2008 und 2013 weltweit verfünffachen und 700 Exa-Byte per annum (1 Exa-Byte = 10^18 Bytes) erreichen - eine Datenmenge, die der Kapazität von 200 Milliarden DVDs entspricht. Dieser Datenhunger wird die derzeitigen Infrastrukturen des Festnetzes und des Mobilfunks schon bald bis an ihre Kapazitätsgrenzen heran auslasten.


Neuer Newsletter von Computerwoche

Sie interessieren sich für Smartphones, Netze und Telekommunikation?
Unser wöchentlicher Newsletter "Netzwerke und Wireless" hält Sie auf dem Laufenden. Gleich hier bestellen!

(0 Beiträge), 
Kommentieren

Beitrag schreiben

Noch kein Forums-Mitglied?
Dann gleich hier anmelden.

TK UND NETZE: CW-REDAKTEURE EMPFEHLEN
Der Feind im Kinderzimmer Der Feind im Kinderzimmer Mit Remote Access verschwimmen die Grenzen der Netze immer mehr. Gefahren lauern an vorher undenkbaren Stellen. Ein Ansatz, um diese Bedrohung in den ...
weiter
Router mit GPS-Diebstahlschutz Router mit GPS-Diebstahlschutz Der DSL-Router "1751 UMTS" von Lancom gehört nicht unbedingt zu den Schnäppchen. Dafür glänzt er mit einer Ausstattungsliste, die kaum Wünsche offenlä ...
weiter
Von RAS zur Standortvernetzung Von RAS zur Standortvernetzung Unter dem Schlagwort Remote Access werden verschiedenste Vernetzungsverfahren zusammengefasst. Wir zeigen Ihnen die Unterschiede und sagen, was Sie in ...
weiter
Glasfaser revolutioniert die TK-Landschaft Glasfaser revolutioniert die TK-Landschaft Bandbreite satt und zu bezahlbaren Preisen - mit dem bundesweiten Glasfaserausbau dürfte dieser Traum für viele Bürger und Unternehmen Realität werden ...
weiter
Lotto-Lotsin tippt auf ADSL Lotto-Lotsin tippt auf ADSL Dass ADSL nicht nur zum schnellen Surfen im Internet taugt, zeigt die Lottogesellschaft Hamburg im Business-Alltag.
weiter
Der Feind im Kinderzimmer Router mit GPS-Diebstahlschutz Von RAS zur Standortvernetzung Glasfaser revolutioniert die TK-Landschaft Lotto-Lotsin tippt auf ADSL
MEHR ZUM THEMA VOIP & TK
  • Whitepaper
  • Top geklickt
Jobs suchen
Aktuell finden Sie über 500 ausgeschriebene Stellen im CW-Stellenmarkt
Suchworte eingeben:
KOSTENLOSE NEWSLETTER VON COMPUTERWOCHE
Nachrichten morgens
Whitepaper
Nachrichten mittags
CW-Mittelstand
Highlights der Woche
Hardware
SAP-Newsletter
Software
Job + Karriere
Open-Source
Stellenmarkt
Produkte + Techn.
Freiberufler
Security
Server + Storage
Netzwerke + Wireless