CW-Subnets     |     Executive Briefings     |     Blogs & Forum     |     CW-TV     |     Newsletter     |     RSS
Schließen
Dock ein-/ausblenden
Mobile & Wireless

Umsatzwarnung

Palm bricht die Nachfrage weg

Drucken |  Empfehlen |  PDF |  Merken
Nach einer Umsatzwarnung für das Gesamtjahr und das laufende Quartal ist das Überleben des Traditionsherstellers weiterhin ungewiss.
Keine Konkurrenz für Apples iPhone: Das Palm Pre
Keine Konkurrenz für Apples iPhone: Das Palm Pre
Keine Konkurrenz für Apples iPhone: Das Palm Pre

Das Fernbleiben des PDA-Veteranen Palm von der weltgrößten Mobilfunkmesse Mobile World Congress (MWC) war nur ein weiteres Zeichen, dass es bei der Company derzeit nicht so gut läuft: Wegen der unerwartet schwachen Nachfrage nach seinen Smartphones gab der PDA-Pionier am gestrigen Donnerstag eine Umsatzwarnung für das Gesamtjahr und das laufende dritte Geschäftsquartal heraus. Palm-CEO Jon Rubinstein erklärte, die beiden Palm-Modelle mit WebOS, Palm Pre und Palm Pixi, würden schlechter von den Verbrauchern angenommen als erwartet. Für das ausklingende Quartal rechnet Palm nun mit einem Umsatz von 300 bis 320 Millionen Dollar - Analysten hatten im Schnitt mit 424 Millionen Dollar hohen Einnahmen gerechnet. Für das Gesamtjahr befürchtet Palm, dass der Umsatz unter den prognostizierten 1,6 bis 1,8 Milliarden Dollar liegen wird. Wie schlecht es um Palm steht, dokumentieren auch die von Gartner veröffentlichten Zahlen zum Handy- und Smartphone-Markt. Diesen zufolge verkaufte Palm 2009 nur knapp 1,2 Millionen Geräte mit WebOS, was einem Marktanteil von gerade einmal 0,7 Prozent entspricht.

Nach der Umsatzwarnung brach der Kurs der Palm-Aktie um 17 Prozent ein. Markbeobachter fragen sich nun, ob der PDA-Pionier - zumindest in seiner jetzigen Form - ein weiteres Jahr durchhalten kann. Aus Sicht von Analysten sind verschiedene Optionen denkbar: Die Company könnte übernommen oder von der Börse genommen werden. Möglich ist außerdem, dass Palm weiteres Kapital von der Beteiligungsfirma Elevation Partners, die bereits 400 Millionen Dollar investiert hat, erhält. Um den Absatz zu steigern könnte der Hersteller zudem keine Exklusivverträge (wie hierzulande mit o2 Germany) mehr abschließen, sondern seine Geräte künftig an mehrere Carrier verkaufen.

Obwohl Palm mit seinem intuitiven Betriebssystem WebOS und insbesondere dem Palm Pre (Kurztest) durchaus wettbewerbsfähig ist, stehen die Karten denkbar schlecht: So ist es Palm nicht wirklich gelungen, seine Geräte als ernstzunehmende "iPhone-Killer" im Markt zu positionieren - dazu fehlt letztendlich auch eine kritische Masse an Anwendungen in Palms Applikation Store. Gleichzeitig droht das Geschäft mit der übrigen Konkurrenz Nokia, Android und - künftig - Windows Phone noch härter zu werden. Auch den Vertrieb über Partnerschaften mit zusätzlichen Carriern auszuweiten dürfte nicht ganz einfach sein - die Netzbetreiber jammern bereits jetzt über die Vielfalt an mobilen Betriebssystemen.

(2 Beiträge), 
Kommentieren
Zettabyte
Es ist doch verständlich, dass. die treuen Kunden nur mit Unverständnis regaieren Können und boykottieren das neue Modell. Ich nutze seit Palm nun 11 Jahren und kann selbst sehen wie ich die Daten aus dem Palm OS auf Palm OS WEB migrieren soll. Welche einzelligen Marketingstrategen sind denn bei Palm "am Ruder". Ich habe schon etwas Schadenfreude, denn ich fühle mich verlassen mit meinen PALM OS Daten. zum Beitrag

Zettabyte
Es ist doch verständlich, dass die treuen Kunden nur mit Unverständnis regaieren können und boykottieren das neue Modell. Ich nutze Palm seit nun 11 Jahren und kann selbst sehen wie ich die Daten aus dem Palm OS auf Palm WEB OS migrieren soll. Welche einzelligen Marketingstrategen sind denn bei Palm "am Ruder". Ich habe schon etwas Schadenfreude, denn ich fühle mich verlassen mit meinen PALM OS Daten. zum Beitrag


Beitrag schreiben

Noch kein Forums-Mitglied?
Dann gleich hier anmelden.

TOP 100 2011
Die Top 100 ITK-Unternehmen 2011 (Foto: Jan Will, Fotolia.de) Die Top 100 ITK-Unternehmen 2011 Die Top-100-Publikation, die inzwischen zum achten Mal erscheint, hat traditionell eine etwas gewagtere Anmutung.
weiter
Tektonische Verschiebungen treffen den Endgerätemarkt Tektonische Verschiebungen treffen den Endgerätemarkt Dem PC-Geschäft stehen turbulente Zeiten bevor. Mit der Tablet-Klasse kommen neue Hersteller ins Spiel und bringen den Markt zum Beben.
weiter
SAP und Co. entdecken ihre soziale Seite SAP und Co. entdecken ihre soziale Seite Der Großstadtdschungel findet seine virtuelle Fortsetzung im Social Web. Für die Softwarebranche entsteht dort die Chance, einen Schatz von ungeahnter ...
weiter
Die 25 größten Systemhäuser (Foto: Wikipedia, A. Praefcke) Die 25 größten Systemhäuser Der Wirtschaftsaufschwung lässt die Systemhauslandschaft erblühen. 2010 gab es unter den Top-25-Systemhäusern keine Insolvenz oder Übernahme.
weiter
Die Grenzen werden neu gezogen Die Grenzen werden neu gezogen Wo Anwender sich heute sicher fühlen, erwachsen ihnen morgen neue Bedrohungen. Kein IT-Marktsegment ist so stark in Bewegung wie die Security-Branche. ...
weiter
MEHR ZUM THEMA MOBILE & WIRELESS
  • Whitepaper
  • Top geklickt
Jobangebote
FEATURED LINKS

KOSTENLOSE NEWSLETTER VON COMPUTERWOCHE
Nachrichten morgens
Whitepaper
Nachrichten mittags
CW-Mittelstand
Highlights der Woche
Hardware
SAP-Newsletter
Software
Job + Karriere
Open-Source
Stellenmarkt
Produkte + Techn.
Freiberufler
Security
Server + Storage
Netzwerke
Mobile & Apps