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Mittelstand

Unified Communications

So kommunizieren Mittelständler künftig

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von Jürgen Mauerer (freier Journalist in München.)
Cisco, Alcatel, Avaya, IBM, Siemens, Microsoft - wer bietet welche Kommunikationslösung? Hier finden Sie eine Übersicht.

Die Suche nach einer passenden UC-Lösung (Unified Communications) ist angesichts der Vielfalt der Hersteller nicht einfach. Integrierte Systeme gibt es zuhauf, doch eine All-in-One-Lösung, die das gesamte Produktspektrum inklusive Hardware, Software und (IP-)Telefonie umfasst, hat kein Anbieter im Programm. Um das gewählte UC-Produkt bei Bedarf erweitern zu können, sollte es auf offenen Standards basieren und bestehende Anwendungen und Lösungen einfach integrieren.

Der folgende Überblick listet UC-Produkte wichtiger Anbieter auf, die sie speziell für den Mittelstand entworfen haben.

Aastra

Die Kommunikationssoftware "Aastra 800" bietet bis zu 200 Nutzern Funktionen für die Computer-Telefon-Integration.
Die Kommunikationssoftware "Aastra 800" bietet bis zu 200 Nutzern Funktionen für die Computer-Telefon-Integration.
Die Kommunikationssoftware "Aastra 800" bietet bis zu 200 Nutzern Funktionen für die Computer-Telefon-Integration.
Foto: Astraa

Die Aastra DeTeWe GmbH aus Berlin bietet für den Mittelstand die Kommunikations-Server der "OpenCom"-Familie an, die für maximal 200 Nutzer Sprach- und Datenübertragung verbinden. Neben IP-fähigen Telefonen hat Aastra auch die Kommunikationssoftware (SIP-Callmanager) "Aastra 800" für bis zu 200 Teilnehmer im Portfolio. Aastra 800 ist speziell auf die Anforderungen kleiner und mittlerer Unternehmen zugeschnitten.

Das IP-basierende Produkt bietet Computer Telephony Integration (CTI) mit Unified Messaging und sorgt für das Management von externen Anrufen. Auch Anrufe an mobile Mitarbeiter werden weitergeleitet. Offene Standards sollen Interoperabilität von Systemen, Telefonen und Applikationen gewährleisten. Für größere Unternehmen bietet Aastra zudem den SIP-Callmanager "Aastra 5000" für 150 bis über 150.000 Teilnehmer.

Alcatel-Lucent

Alcatel-Lucent Deutschland bietet neben IP-Telefonen, TK-Anlagen und Netzprodukten auch die integrierte Kommunikationslösung "BiCS" (Business integrated Communication Solution) speziell für Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern an. BiCS basiert auf dem hauseigenen TK-System "OmniPCX Enterprise" und kombiniert in einem herkömmlichen Server klassische Telefoniefunktionen für Unified Communications, Call-Center und die Anbindung mobiler Mitarbeiter.

Ein weiterer BiCS-Baustein ist der "My Instant Communicator" aus der "OmniTouch"-Familie. Als zentrale Schnittstelle laufen dort unter einer einheitlichen Oberfläche E-Mail, Fax, Softphones, Messaging und der Assistent für Rufweiterleitungen zusammen.

Was eine UC-Lösung leisten muss

Mittelständische Unternehmen sollten beim Kauf einer Unified-Communications-Lösung darauf achten, dass sie Standards wie XML (Extensible Markup Language) und LDAP (Lightweight Directory Access Protocol) unterstützt und offene Schnittstellen besitzt, damit sie sich nahtlos in die bestehende IT-Infrastruktur einfügt. Zudem sollte sie modular aufgebaut sein, da es selten sinnvoll ist, alle Unified-Communications-Funktionen auf einen Schlag einzuführen. Damit die Lösung mit dem Unternehmen wachsen kann, muss das gewählte Produkt gut skalierbar sein. Ingesamt sollte eine komplette UC-Lösung folgende Bausteine enthalten:

Adressverzeichnis zur Verwaltung der Kontaktdaten;

Präsenzinformationen, die anzeigen, ob ein anderer Nutzer gerade erreichbar ist;

E-Mail;

Instant Messaging (IM);

Voice over IP (VoIP);

Audio-, Video- und Web-Konferenzen;

virtuelle Teamarbeitsräume und Web-2.0-Technologien, insbesondere soziale Netze zum Austausch von gemeinsamen Themen und Interessen;

Unified Messaging, um Anrufe, Sprachnachrichten, SMS, E-Mail und Faxnachrichten zusammenzuführen;

Einbindung mobiler Endgeräte;

• Portal mit einheitlicher Oberfläche zum besseren Zugriff auf Anwendungen, Prozesse und Dienste.

Kaum eine Lösung bietet sämtliche Funktionen. Standardkonforme Produkte können jedoch einzelne Bausteine unterschiedlicher Hersteller kombinieren.

Avaya

Avayas Portfolio umfasst auch Hardware-Lösungen. Die IP-Telefonielösung "IP Office" hat der Anbieter für mittelständische Anwender mit bis zu 270 Nutzern entworfen.
Avayas Portfolio umfasst auch Hardware-Lösungen. Die IP-Telefonielösung "IP Office" hat der Anbieter für mittelständische Anwender mit bis zu 270 Nutzern entworfen.
Avayas Portfolio umfasst auch Hardware-Lösungen. Die IP-Telefonielösung "IP Office" hat der Anbieter für mittelständische Anwender mit bis zu 270 Nutzern entworfen.
Foto: Avaya

Avaya besitzt unter den Unified-Communications-Anbietern eines der größten Produktportfolios - von Kommunikations-Servern und TK-Anlagen über IP-Telefone bis hin zu Softwarelösungen für Unternehmen jeder Größe. Alle Angebote basieren auf Standards und bieten offene Schnittstellen zu den Systemen beliebiger Hersteller. Speziell für kleine und mittlere Unternehmen für zwei bis 272 Benutzer ist "Avaya IP Office" entwickelt. Das Produkt vereint Telefonie, Messaging, Networking und Konferenzen und lässt sich einfach durch zusätzliche Anwendungen erweitern.

Für größere Unternehmen hat Avaya den "Avaya Communication Manager" (CM) im Portfolio, eine offene und skalierbare Kommunikationslösung für Unternehmen mit weniger als 100 bis zu 36.000 Anwendern in einem System sowie bis über eine Million Anwender in einem Netzwerk.

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