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Service-orientierte Architektur

IBM erweitert WebSphere um Event Processing in der SOA

08.04.2008 um 10:58 Uhr
Die Middleware-Plattform WebSphere soll künftig auch komplexe Ereignismuster erkennen und darauf reagieren können.

Auf seiner Kundenkonferenz Impact in Las Vegas kündigte IBM zahlreiche Erweiterungen der WebSphere-Familie an, die das Verwalten und Steuern von Diensten in einer Service-orientierten Architektur (SOA) erleichtern. Die meisten SOA-Plattformen orchestrieren Services zentral anhand eines definierten Geschäftsprozesses. Weniger ausgeprägt sind die Fähigkeiten, wenn es um komplexe Ereignisse geht, in denen ein bestimmtes Muster von Aktivitäten mehrere Services anstoßen soll. Solche komplexen Ereignisse treten besonders in transaktionsintensiven IT-Umgebungen auf, beispielsweise in der Finanzbranche.

Die großen Player im SOA-Markt, darunter Oracle, Tibco und IBM, reagieren darauf mit einer Ausweitung ihrer Plattformen um Funktionen für das Event Processing. IBM setzt auf "WebSphere Business Events". Die Software soll es Benutzern erlauben, Ereignisse zu überwachen und zu analysieren, um so Verbindungen zu erkennen, die auf den ersten Blick kaum sichtbar ist. Entscheidend ist, wie die Verantwortlichen oder die Software auf diese Muster reagiert. Im Idealfall erkennt das Programm Verbindungen zwischen Ereignissen automatisch und stößt ohne menschliche Eingriffe entsprechende Aktionen an. Ein Beispiel wären mehrere ungewöhnliche Aktivitäten an einem Geldautomaten. Websphere Business Events könnte die Aktionen als Betrugsversuche interpretieren und einen Alarm auslösen oder den Geldautomaten abschalten, erläutert IBM.

Auch der amerikanische Anbieter Progress Software arbeitet mit seiner Apama-Sparte schon seit längerem an ereignisorientierten Funktionen. Experten haben für solche Systeme die Begriffe Event Driven Architecture (EDA) und Complex Event Processing (CEP) geprägt. Hersteller versprechen damit eine Art Radarsystem für die Unternehmenssteuerung (siehe auch CEP verheißt den Blick in die Zukunft). Oracle wirbt schon seit längerem für das Konzept und benutzt dafür den in der Branche umstrittenen Begriff SOA 2.0. IBM verstärkte seine Bemühungen in diesem Segment erst im Januar mit der Übernahme des Event-Spezialisten Aptsoft.

Mehr zum Thema SOA und Business-Process-Management im Experten-Blog SOA meets BPM. (wh)



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