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Software Infrastruktur

Red Hat Enterprise Linux 5.1 erleichtert Virtualisierung

08.11.2007 um 13:58 Uhr
Das neue Release des Server-Betriebssystems Red Hat Enterprise Linux bietet erweiterte Virtualisierungsfunktionen und soll in Kürze auch über ein Mietmodell nutzbar sein.

Das Update der im März vorgestellten Distribution Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 5.0 enthält zahlreiche kleinere Verbesserungen und Patches, darunter auch eine Reihe neuer Treiber (siehe auch: Duell zwischen SLES 10 und RHEL 5). Red Hat hebt insbesondere Erweiterungen der integrierten Virtualisierungstechnik hervor, die auf der Open-Source-Software Xen basiert. Gegenüber kommerziellen Virtualisierungslösungen wie etwa VMWare soll sie erhebliche Leistungssteigerungen bringen. Mit Red Hat Enterprise Linux 5.1 werde zudem die Virtualisierung von Gastsystemen unter Microsoft Windows besser unterstützt, darunter Windows XP, Windows Server 2000 und 2003 sowie Windows 2008 Beta. Über die Option der Live-Migration könnten Unternehmen Anwendungen im laufenden Betrieb auf einen anderen Server verlagern.

Red Hat setzt große Hoffnungen in die Virtualisierungstechnik, die Kunden mehr Flexibilität beim Betrieb komplexer IT-Infrastrukturen biete. Schon heute arbeiteten rund fünf Prozent der installierten Red-Hat-Server weltweit mit virtuellen Instanzen, erklärte Europachef Werner Knoblich. Red Hat Enterprise Linux sei inzwischen für rund 3500 Anwendungen zertifiziert, darunter neben Infrastruktur-Systemen und Business-Anwendungen auch immer mehr branchenspezifische Pakete. Knoblich: "Linux ist heute Mainstream."

Noch mehr Flexibilität sollen Red-Hat-Kunden künftig mit einem On-Demand-Modell für die Betriebssystem-Plattformen erhalten. Red Hat hat dazu eine Kooperation mit Amazon geschlossen. Der US-Konzern offeriert RHEL auf seiner Plattform "Amazon Elastic Compute Cloud" (Amazon EC2). Kunden können die Software gegen eine monatliche Gebühr nutzen. Die Basispreise liegen bei 19 Dollar pro Monat und Benutzer. Zwischen 0,21 Dollar und 0,94 Dollar veranschlagt Amazon für jede in Anspruch genommene Rechenstunde auf den eigenen Severn, abhängig vom vereinbarten Leistungsniveau. RHEL auf Amazon EC2 ist derzeit nur als "private Beta-Version", sprich auf Einladung des Anbieters nutzbar. Allgemein verfügbar soll das Angebot im vierten Quartal 2007 sein. "Die Verbindung von Red Hat Enterprise Linux mit Amazons EC2 Service verwirklicht das Versprechen der über das Web verfügbaren und skalierbaren Rechenleistung", warb Red-Hat-Manager Donald Fischer für das Angebot.

Eine weitere Neuerung stellte der Linux-Distributor mit dem "Red Hat Appliance Operating System" vor. Die Idee dahinter: Unabhängige Softwarehäuser (ISVs) können damit ihre Anwendungen in Form von vorkonfigurierten Paketen inklusive Betriebssystem anbieten. Auf diese Weise soll sich sowohl die Implementierung als auch die Verwaltung und Pflege der Applikationen vereinfachen lassen. (wh)



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