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IT-Services

SIS: Zurück in der Erfolgsspur?

29.08.2007
Die IT-Tochter des Siemens-Konzerns scheint genesen. Ob sie langfristig gesund bleibt, vermögen Marktbeobachter noch nicht zu beurteilen.

Hier lesen Sie

  • warum SIS wieder Gewinne schreibt;

  • welche Strategie das Unternehmen verfolgt;

  • welche Möglichkeiten die enge Bindung an den Siemens-Konzern bieten;

  • wo die Grenzen des Modells liegen.


Eindrucksvoll hat sich die IT-Tochter von Siemens zurückgemeldet: Der Profit von Siemens IT Solution and Service (SIS) ist kräftig und der Umsatz ordentlich gestiegen. Die Gewinnspanne erreicht eine Größenordnung, von der alle Unternehmenslenker vor dem aktuellen Chef, Christoph Kollatz, lediglich gesprochen haben, die sie aber nie erreichen konnten: 5.3 Prozent Ebit-Marge stehen zu Buche. "Es ist kein Zufall, dass wir unser Margenziel jetzt erreicht haben. Wir ernten die Früchte der harten Sanierungsarbeit aus den vergangenen 18 Monaten", ließ das Unternehmen auf Anfrage der COMPUTERWOCHE wissen. Ein Jahr zuvor sah es noch düster aus. Damals belief sich die Marge der Vorgängerorganisation Siemens Business Services (SBS) noch auf minus 9.2 Prozent.

Zahlen sind relativ

Die einzigen beiden deutschen IT-Dienstleister in der Liste der größten Anbieter haben oder hatten große wirtschaftliche Probleme. SBS scheint über den Berg zu sein.
Die einzigen beiden deutschen IT-Dienstleister in der Liste der größten Anbieter haben oder hatten große wirtschaftliche Probleme. SBS scheint über den Berg zu sein.

Allerdings sind die Zahlen nur bedingt zu vergleichen, denn SIS ist nicht gleich SBS. Anfang dieses Jahres gingen insgesamt fünf Siemens-Gesellschaften in SIS auf, darunter neben SBS vor allem die österreichische Program and System Engineering (PSE) sowie die indische Entwicklungs-Company Siemens Information Systems Ltd. (SISL). Beide verfügen über enorme Kapazitäten in der Off- und Nearshore-Entwicklung und trugen dazu bei, dass sich Gewinnspanne von SIS deutlich verbesserte. Heute arbeiten 30 Prozent der SIS-Belegschaft in Niedriglohnländern, im September 2005 waren es lediglich 15 Prozent. Die Steigerung geht allerdings nicht allein auf die Integration von SISL und PSE zurück: Während in Deutschland die Mitarbeiterzahl schrumpfte, wurden in Niedriglohnländern IT-Experten eingestellt. Mittlerweile ist Bangalore mit 2300 Mitarbeitern zum drittgrößten SIS-Standort nach München und Wien herangewachsen. Zudem baut SIS wieder Standorte in anderen Ländern auf. In Dubai entsteht eine neue Niederlassung, die die stark wachsenden Märkte in Bahrain, Jemen, Katar, Oman und den Vereinigten Arabischen Emiraten versorgen soll.



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