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Exagon will Schwächen von Itil V 3 mit SelfCheck-Tool umgehen

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von Karin Quack, COMPUTERWOCHE-Redakteurin
Der Anwender kann die Neueinführung des Regelwerks verschieben, indem er sein Itil-V-2-Framework um Best Practices aus der neuesten Version des Service-Management-Standards erweitert.

Als Kritiker der neuen Itil-Version hat sich Joachim Fremmer, Geschäftsfüher der Exagon Consulting & Solutions GmbH, verschiedentlich hervorgetan. Beispielsweise monierte er die dürftige Verzahnung von Geschäftsprozessen) und riet den Anwendern, nicht Hals über Kopf umzusteigen, sondern erst ihre Itil-V-2-Projekte in Ruhe zu Ende zu bringen (siehe auch "Itil 3 - Finger weg?")

"Itil 3 ist methodisch widersprüchlich angelegt und bietet keine ausreichenden Antworten auf die Fragen der Migration, schiebt Fremmer jetzt hinterher. Deshalb zeige Exagon den Anwendern einen "evolutionen" Weg auf, der es ihnen erlaube, die Vorteile von Itil V 3 zu nutzen, ohne direkt auf den neuen Standard umzuschwenken.

Die Rosinen aus Itil 3 picken

Mittel zum Zweck sei das jüngste Release des "Lifecycle-orientierten" Softwarewerkzeugs "ITSM SelfCheck", so das in Kerpen ansässige Software- und Beratungsunternehmen. Ursprünglich hatte Exagon das Tool entwickelt, um es für die Beratung seiner Kunden zu nutzen. Laut Fremmer wollten viele Anwender es dann aber zur Weiterentwicklung ihrer Prozesse selbständig verwenden. Als Stand-alone-Produkt werde es eher selten verkauft.

ITSM SelfCheck soll den Anwendern eine "risikofreie" und "zielorientierte" Migration von Itil 2 auf Itil 3 ermöglichen, ihm also eine prompte Neueinführung des Regelwerks ersparen. Fremmer bezeichnet die dahinter stehende Vorgehensweise als "Evolution statt Revolution". Im Klartext: Mit Hilfe des Tool können die Unternehmen selbst herausfinden, wo sie Nachholbedarf haben und auf dieser Basis entscheiden, welche Teile von Itil V 3 ihnen einen Mehrwert bringen. "Holen Sie sich die Goodies raus!" rät der Exagon-Geschäftsführer.

Das Tool erlaube es dem Anwender, die beiden Itil-Versionen hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile zu vergleichen, verspricht Exagon. Damit könne das Unternehmen seine jeweilige Strategie für das IT Service Management weiterentwickeln, ohne sich von den "offensichtlichen Schwächen" der neuen Itil-Version beeinträchtigen zu lassen.

Zielgenaue Bewertung der IT-Prozesse

Der ITSM SelfCheck umfasst die IT-Prozesse für Incident-, Problem-, Change-, Configuration-, Release- und Service-Level-Management. Es bildet alle Prozesse – einschließlich ihrer Methoden und Praktiken – in einem nach individuellen Kriterien selektierbaren Fragenkatalog ab. Anhand eines nach ISO/IEC 15504 standardisierten Bewertungsschemas lassen sie sich dann bewerten, so der Anbeiter. Dazu biete das Tool "eine Vielzahl von Auswertungsmöglichkeiten mit aussagekräftigen Ergebnischarts"

Darüber hinaus unterstützt die Software die regelmäßige Wiederholung von Vergleichen. Laut Exagon lässt sich damit beispielsweise die Prozessqualität in bestimmten – vom Anwender wählbaren – Abständen regelmäßig beurteilen und mit den vorangegangenen Analysen vergleichen, so dass eine Entwicklung sichtbar wird. (qua)


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