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"Cloud Computing ist zu teuer für große Unternehmen"

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Die Unternehmensberatung McKinsey dämpft den Hype um Cloud Computing. Kunden mit einem größeren Data Center müssten sogar mit höheren Kosten rechnen.

In der Studie "Clearing the Air on Cloud Computing" kommt McKinsey zu einer überraschend kritischen Einschätzung der Wolken-IT. Der von Medien, Analysten und Anbietern geschürte Hype habe zu übertriebenen Erwartungen geführt, urteilen die Consultants. Dabei dürften insbesondere große Unternehmen im Data Center keineswegs mit Einsparungen rechnen, wenn sie Cloud-Computing-Dienste wie Amazon Web Services nutzten. Angesichts der hohen Preise für die Online-Dienste könnten im Vergleich zu einem Inhouse-Betrieb sogar höhere Kosten entstehen. Gut geeignet seien Cloud-Services lediglich für kleine und mittlere Unternehmen.

Große Unternehmen fahren besser, wenn sie ihr eigenes RZ weiter betreiben und dabei stark auf Virtualisierung setzen, rät McKinsey. So lasse sich mit Hilfe von Server-Virtualisierung die Auslastung der Rechner schnell von 10 Prozent auf 18 Prozent erhöhen. Hinzu kämen weitere Einsparungen, die sich etwa aus den Abschreibungsmöglichkeiten und damit verbundenen steuerlichen Vorteilen ergäben.

Vor allem in der US-amerikanischen IT-Szene löste der jüngste McKinsey-Report eine kontroverse Diskussion aus. Das renommierte Online-Netzwerk TechCrunch etwa kritisierte, McKinsey schüre einen Hype ganz anderer Art, indem es die Kosten des Cloud Computing übertrieben darstelle und die Chancen, die das Konzept biete, nicht ausreichend berücksichtige. So beschränkten sich die Consltants in ihrem Kostenvergleich auf Amazon Web Services und vergäßen dabei, dass sich der Markt schnell entwickle und stetig neue Cloud-Services hervorbringe. Vor allem mächtige neue Player im Markt wie Google, Sun oder Microsoft würden für mehr Wettbewerb und letztlich sinkende Preise sorgen, argumentiert TechChrunch-Autorin Leena Rao.

Amazon beispielsweise habe mit einem simplen Online-Speicherdienst (S3) und online nutzbaren Rechenressourcen (EC2) begonnen. Mittlerweile offeriere der Web-Konzern eine ganze Reihe weiterer Services, darunter die Online-Datenbank SimpleDB oder die Content-Delivery-Plattform CloudFront. Die nächste Generation von Business-Anwendungen werde viel stärker auf Cloud- und Virtualisierungstechniken zugeschnitten sein und entsprechende Nutzungsszenarien ermöglichen. Vor diesem Hintergrund ergebe es auch für Großunternehmen keinen Sinn, alle IT-Aufgaben über das traditionelle Data Center abzuwickeln. Mit den passenden Cloud-Services könnten sie das Beste aus beiden Welten kombinieren, wenn sie etwa die interne IT um extern bezogene Dienste ergänzten. Schon jetzt beispielsweise nutzten viele große Organisationen Cloud-Services für Storage-Aufgaben und optimierten gleichzeitig ihr konventionelles RZ mit Hilfe von Virtualisierung.


„Kosten senken und Wachstum steigern“ ist eine Herausforderung für die Führungsetagen vieler Unternehmen. Nie zuvor standen Unternehmen so unter Druck wie heute. Und das Tempo, mit dem sie auf wirtschaftliche Entwicklungen reagieren müssen, nimmt weiter zu.
T-Systems hat aus dieser Entwicklung fünf Kernthemen abgeleitet. Weitere Infos>>>

(1 Beitrag), 
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axelangeli
Die Analyse von McKinsey lässt darauf schließen, dass die Autoren das Konzept gründlich missverstehen. Natürlich können große Rechenzentren keine Kosten sparen, wenn diese sporadisch Rechnerkapazitäten nur zuschalten. Aber bei Clouds geht es um mehr, als pure Rechnerleistung on Demand: es geht um jene Services die die SOA erst richtig ausmachen. Die Cloud stellt nämlich hoch-intelligente Mehrwertdienste bereit. Neben der Rechenpower kauft man auch erprobte, patentierte Algorithmen als Dienstleistung mit ein; dadurch bietet ein entfernter Rechner in der Cloud Dienste an, die nur dadurch möglich sind, dass sie von einer grossen Zahl an Nutzern geteilt angewendet werden. Beispiele für die Nutzung der Intelligenz der Cloud gibt es viele, etwa der Zugriff auf Expertensysteme oder bei der Parallelisierung von Kalkulationen. Die Optimierung von Kalkulationsstrategien auf der Basis der momentan verfügbaren Ressourcen kann zu einer insgesamt geringeren Gesamtbedarf an Rechenleistung führen. Im Sicherheitsbereich ist die Cloud besonders stark, indem diese Daten als Hologramm im Netz verteilt und somit den Missbrauch oder auch den versehentlichen Verlust deutlich schwer macht. Denn die größte Gefahr für Datensicherheit rührt nicht von Hackern und Spionen her, sondern droht von Sabotage unzufriedener Mitarbeiter: die Cloud reduziert dieses psychologische Risiko in vernachlässigbare Regionen. Gleichzeitig kann aber ein großes RZ, das eigene Spezialisierungen erbringt, Leistungen einkaufen, die es nicht effizient erbringen kann, dafür aber eigene Rechenleistung in Verbindung mit einem Mehrwert auf dem Markt anbieten. Letztlich liegt der Gewinn im Handel mit Services, der eigene Spezialitäten gegen externe Hochleistungen anbietet. Die Cloud steht für das eigentliche Ziel einer SOA: ein Marktplatz an Services, die frei gehandelt werden. Nach den Regeln des synergetischen Managements, stehen die Serviceanbieter in einem andauernden Wettbewerb nach Effizienz und Perfektion zueinander. Das wieder führt zu einer natürlichen Auslese in Kombination mit einem Streben nach Höchstleistung. Hinzu kommen die Einsparungen durch Symbiose und Spezialisierung, wie wir es auch im städtischen Leben kennen: zwar kann jeder sein eigenes Brot backen, aber es ist für die Stadtgemeinschaft deutlich vorteilhafter, wenn der Bäcker das Brot und der Metzger die Wurst macht. Genau diese Analogien zum zivilen Leben machen erst deutlich, wo die Macht der Cloud steckt. Ein göttlicher Kreislauf: durch hohe Nutzung entsteht Effizienz, Effizienz erhöht die Zufriedenheit; hohe Zufriedenheit steigert die Nutzung. Unsere Kalkulationen zur Cloud kommen nicht zu dem Schluss, dass die Kosten hoch seine, sondern zu enorm hohen Einsparungen. Das Geheimnis liegt darin, diese mit Verstand zu nutzen. Dasselbe gilt wohl auch für Studien. zum Beitrag


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