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Saubere Dienstwagen

Konzerne polieren ihr grünes Image auf

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von pte pte
Die Diskussion um klimaschonende Antriebskonzepte in der Autobranche hat nun auch bei den Flottenmanagern deutscher Großkonzerne zu einem Umdenken geführt.

Bereits mehr als ein Drittel der Einkäufer achten bei Neuanschaffungen von Dienstwagen auf die CO2-Werte. Damit scheint eine imagebezogene Wende in vielen Managementetagen eingetreten zu sein. Einer aktuellen Analyse des Marktforschers Dataforce zufolge ist der ermittelte Wert mehr als doppelt so hoch wie noch vor einigen Jahren. Das setzt heimische Autobauer unter Druck.

"Wenn sich Unternehmen plötzlich mit CO2-sparsameren Autos eindecken, passt dies in die thematische Großwetterlage. Die Frage ist hingegen, ob sich dahinter nur billiges Marketing oder tatsächlich der Anspruch zur Aufwertung der Marke verbirgt", so Thomas Otte, Inhaber des gleichnamigen Beratungsunternehmens, auf Nachfrage von pressetext. Dem Insider nach wären die Großkonzerne gut damit beraten, die Faszination der Marke nicht nur über mehr oder weniger wirksame Werbung als über die Ausrichtung eines klimakonformen Produktportfolios zu steigern. "Denn es geht um Glaubwürdigkeit", so Otte.

Die Befragung von insgesamt rund 400 Flottenmanagern kommt zu dem Ergebnis, dass es in vielen Firmen mittlerweile CO2-Vorgaben für Dienstwagen gibt. Das wird unter anderem an den Beispielen Deutsche Telekom und Siemens deutlich. Der Telekommunikationsriese will bis 2015 den durchschnittlichen Ausstoß seiner 35.500 Dienstwagen auf 110 Gramm drücken. Derzeit liegt dieser von allen Dienstfahrzeugen in der Bundesrepublik gut 40 Prozent höher. Auch Siemens strebt an, den Ausstoß der Firmenflotte im Jahr im Schnitt um zehn Gramm je Kilometer sowie den Referenzwert von heute 180 Gramm auf 120 Gramm 2015 zu drücken.

"Wenn Siemens 250 leitenden Angestellten seit einem Jahr eine sogenannte Mobilitätszulage von 650 Euro anbietet, wenn sie komplett auf einen Dienstwagen verzichten und stattdessen den öffentlichen Nahverkehr nutzen, dann ist dies eine hübsche Idee mit Vorbildwirkung. Es bleibt aber nur ein öffentlich wirksames Lippenbekenntnis, wenn man nicht auch intern eine klimaschonende Produktion vorantreibt", meint Otte auf Nachfrage von pressetext. Aber auch der Versicherer Allianz bemüht sich um ein klimafreundliches Image. So sind schon schwere Modelle wie Geländewagen von der Dienstwagenliste gestrichen. Über Elektroautos denkt man noch nach. (pte)

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