| Wer nie fragt, bekommt nie mehr Geld | |
| Mit Leistung punkten und flexibel bleiben |
1. Niemals unvorbereitet ins Gehaltsgespräch gehen: Eine gute Vorbereitung ist schon deshalb wichtig, weil Ihr Chef in der Regel wesentlich erfahrener im Verhandeln ist als Sie.
2. Wissen, was man wert ist: Wer zu wenig fordert, kommt nie zu mehr Geld. Wer zu viel verlangt, verspielt möglicherweise seine Karrierechancen. Gehaltsforderungen sollten angemessen sein. Nur wer weiß, was in vergleichbaren Positionen gezahlt wird, kann einschätzen, was er für seine Arbeit verlangen kann.
3. Ziele setzen: "Wer nicht weiß, wohin er will, wird auch nie ankommen", lautet sinngemäß ein Sprichwort. Wer vor der Gehaltsverhandlung nicht weiß, was er erreichen will, kann sich mit dem Chef nicht gut in der Mitte treffen. Am besten ist es daher, ein Minimal- und ein Maximalziel festzulegen und ausreichend Verhandlungsspielraum einzuplanen.
4. Mehrmals verhandeln: Mitarbeiter sollten lieber häufiger über kleinere Gehaltserhöhungen sprechen als nach längerer Durststrecke auf gewaltige Sprünge zu hoffen. Sie sollten auch dann nach einer Gehaltserhöhung fragen, wenn nicht unbedingt damit zu rechnen ist. Wer nicht gelegentlich den Arm hebt, geht nicht nur jahrelang leer aus, sondern büßt möglicherweise auch die Wertschätzung des Chefs ein.
5. Den richtigen Zeitpunkt abpassen: Ein guter Zeitpunkt ist das jährliche Leistungsgespräch, das meist im Herbst stattfindet. Allerdings bitten dann auch viele andere Mitarbeiter den Vorgesetzten um eine Gehaltserhöhung. Sinnvoll ist es daher, seinen Gehaltswunsch schon früher zu äußern, damit man der erste in der Reihe ist, der das Thema anspricht. Wichtig ist auch, die Gesamtlage des Unternehmens im Auge zu behalten, damit man nicht dann um mehr Geld bittet, wenn sich der Arbeitgeber in einer existenziellen Krise befindet.