Wenn die Kollegen schludern

Zoff am Drucker

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Anzeige  Weil die Verantwortlichkeiten rund um den Drucker nicht geregelt sind, fehlen beim Drucken im Büro häufig Papier und Toner. Die Autoren einer neuen Studie fordern klare Regeln, zum Beispiel in Form eines so genannten "Druckerpaten".
Wer in großen Unternehmen (ab 1.000 Mitarbeitern) für Drucker zuständig ist. Eine Umfrage von Dokulife.
Wer in großen Unternehmen (ab 1.000 Mitarbeitern) für Drucker zuständig ist. Eine Umfrage von Dokulife.

Die gute Nachricht zuerst: Jeder Zweite behauptet, der Drucker funktioniere eigentlich immer. Die schlechte Nachricht: Zoff am Drucker gibt es trotzdem. Das liegt aber nicht an den Geräten, sondern an den Menschen. Auf das Stichwort "Probleme mit Druckgeräten" fällt denn auch immer wieder die Assoziation "Kollegen". Knapp drei von vier Angestellten (74 Prozent) nennen "Papier leer" als häufigsten Grund, warum sie ihren Ausdruck nicht bekommen. Wieder einmal habe niemand Nachschub geholt.

Das geht aus der "Printerumfrage10" hervor, für die der Münchener Marktforscher Dokulife Angaben von rund 5.000 Befragten ausgewertet hat. Sponsor der Studie ist der Hersteller Brother.

Zweithäufigstes Problem bei gemeinsam genutzten Geräten ist das Fehlen von Tinte oder Toner. Das geben 29 Prozent der Umfrage-Teilnehmer an. 26 Prozent beklagen Papierstau, 15 Prozent Kommunikationsprobleme zwischen PC und Drucker.

Das mit Papier und Toner wollten die Marktforscher genauer wissen. Sie haben gefragt, wer dafür in den Unternehmen zuständig ist. Ergebnis: Die Verantwortlichkeiten rund um den Drucker sind nicht stringent geregelt. Beispiel Großunternehmen (mit mehr als 1.000 Mitarbeitern): Die Beschaffung von Papier läuft entweder über einen Büromaterialverantwortlichen (51 Prozent) oder über Einkauf/Zentraleinkauf (19 Prozent). Bei 15 Prozent ist schlicht "jeder" zuständig, in sechs Prozent ist es die IT-Abteilung. Die muss in gut jedem fünften Großkonzern (21 Prozent) auch Tinte beziehungsweise Toner beschaffen.

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